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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Eis Venezia : Fünf Jahrzehnte Stadtgeschichte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Eiscafé der Familie Puzzini an der Kieler Brücke feiert heute 50-jähriges Bestehen.

Neumünster | Heute feiert Eis Venezia am Kuhberg 55 sein 50-jähriges Bestehen. Und keine Frage: Das Eis-Café der Familie Puzzini mit dem klassischen Ambiente und der Außengastronomie an der Kieler Brücke verkörpert ein Stück Stadtgeschichte.

Die begann schon in Pforzheim, wo sich Pietro Puzzini in seine Maria Antonietta (71) verliebte. Der 2011 verstorbene Pietro stammt aus einer der traditionellen Eismacherfamilien im Dolomitendorf Longarone. Der Vater Amedeo war Gelatiere und betrieb schon vor dem Zweiten Weltkrieg eine Eisdiele in München. Pietro wollte eigentlich nicht in diese Fußstapfen treten und lernte Bauzeichner, sprang dann aber doch ein, als der Vater erkrankte und seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte.

1966 kam die Familie nach Neumünster. Erste Station war die Eisdiele Cortina am Kuhberg 53. Als das Haus 1976 abgerissen wurde, zog die Familie ein Haus weiter zum heutigen Standort am Kuhberg 55. „Der Großflecken-Umbau war von Vorteil für uns, sonst hätten wir nicht unsere schöne Terrasse“, sagt Maria Antonietta Puzzini.

In der Tat war die Außengastronomie mit zunächst drei Tischchen in den ersten Jahren schwierig. Die Autos donnerten auf der vormaligen Europastraße 3 auf sechs Spuren vorbei. Das Eiscafé war und ist immer noch ein Saisongeschäft. Das Hauptgeschäft läuft natürlich in den Sommermonaten und ist extrem wetterabhängig. „Früher hatten wir im Winter geschlossen und an andere Geschäfte vermietet“, sagt Maria Antonietta Puzzini.

Seit einigen Jahren schon ist das Café ganzjährig geöffnet. Es soll schließlich drei Generationen ernähren. Neben der Mutter Maria Antonietta arbeiten auch die Tochter Jolanda (49) und ihr Bruder Giancarlo (50) im Geschäft. Die Enkel Liliana (23) und Tiziana (26) helfen, wenn sie gebraucht werden. „Ich bin zufrieden, die Arbeit macht Spaß“, sagt Maria Antonietta Puzzini. Und sie darf sich auf die vielen Stammgäste im Café verlassen. Die kommen auch bei typisch norddeutschem Schietwetter.

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erstellt am 01.Jul.2016 | 14:00 Uhr

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