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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Inner Wheel : Frauen-Serviceclub feiert 25-Jähriges

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gute Taten für die sozial Schwächeren: 180 000 Euro Spenden für Kinder, Senioren, Obdachlose oder junge Mütter

Neumünster | Sie bewirten Besucher des Schleswig-Holstein Musik-Festivals, stehen auf Basaren und verkaufen, organisieren Bridgeturniere und Modenschauen – alles, um Gutes zu tun und das bereits seit 25 Jahren. Der Inner-Wheel-Club besteht zurzeit aus 34 Frauen unter Clubpräsidentin Brigitte Boege, die damals bei der Gründung des rein weiblichen Serviceclubs die erste Präsidentin war. Jetzt wird das runde Jubiläum am 3. Dezember mit geladenen Gästen gefeiert.

„Frauen wollten aktiv sein, zusammenkommen, sich gesellschaftlich engagieren“, sagt die 75-Jährige, die im Jubiläumsjahr erneut Präsidentin ist. Entstanden ist der Inner-Wheel-Club (IWC) als „Ableger“ – Ehefrauen und Witwen von Männern, die im Rotary-Service-Club waren, und es gab zunächst männliche Widerstände gegen einen solchen „Frauenclub“. Am 30. November 1991 wurde der Club in der Aula der Klaus-Groth-Schule vor 150 Gästen aus 22 Inner-Wheel-Clubs „gechartert“, erhielt offiziellen Charakter. Die damalige Distriktspräsidentin Ingrid Becker überreichte die Urkunde an Brigitte Boege – ein Foto, das sie immer noch besitzt.

Inzwischen ist der Club längst nicht nur „Ableger“ – und auch für Nicht-Rotary-Frauen offen. Mit viel Engagement, Freude an gemeinsamen Einsätzen und auch Spaß bewirten die Inner-Wheel-Damen die SHMF-Gäste, organisieren Golf- und Bridgeturniere sowie seit 15 Jahren gut besuchte Modenschauen, verkaufen Adventskalender, servieren Kuchen & Co. und haben so in den 25 Jahren 180  000 Euro für gute Zwecke zusammenbekommen, zieht Brigitte Boege mit ihrer Clubleiterin Hella Iblher Bilanz.

Zugute kamen und kommen diese Spenden vielen Menschen – allen gemeinsam ist, dass sie nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Den Herbstsonnen-Senioren ermöglichen sie einen Kinobesuch, den Obdachlosen im Café Jerusalem eine warme Mahlzeit, Gelder gehen an die Hospiz-Initiative, die Tschernobyl-Kinder-Kur, die Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter („Aktion Adventslicht“), den Kinderschutzbund, die Fachklinik Hahnknüll, die Bahnhofsmission. Auch die Aktion „Begleitet ins Leben“ für junge Mütter im FEK, die von sechs Serviceclubs finanziert wird, unterstützt der IWC Neumünster. „Es ist wichtig, dass man sich für Menschen engagiert, denen es nicht so gut geht wie uns. Das Gute, das man selbst im Leben erfährt, gibt man weiter“, sagen Brigitte Boege und Hella Iblher. Im Club gilt aber auch der Wert der Freundschaften und das respektvolle und freundliche Miteinander als ein hoher Wert. Das sind zeitlos gültige Werte: Weltweit gibt es mehr als 103000 Mitglieder in 103 Ländern; Inner Wheel wurde 1924 in England gegründet. Der Name („inneres Rad“) stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges: Das Rad war Symbol der Rotarier-Männer. Doch als diese kämpften, übernahmen anpackende Frauen daheim die Aufgabe, Gutes zu tun – und das „innere Rad“ war geboren. Den Tag der Gründung nennen Inner Wheeler vielsagend den „Tag der guten Tat“.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 09:00 Uhr

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