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Übung : Flugzeugunglück – zum Glück nicht echt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf dem Flugplatz am Baumschulenweg probte der Malteser Hilfsdienst am Sonnabend den Ernstfall. Elf „Verletzte“ wurden versorgt.

Neumünster | Der Malteser Hilfsdienst probte am Sonnabend den Ernstfall. Erstmals fand eine Übung auf dem Flugplatz statt. „In diesem Umfang proben wir einmal im Jahr. Wir denken uns immer ein neues Szenario aus. Im vergangenen Jahr war es zum Beispiel ein Chemieunfall in der Walther-Lehmkuhl-Schule. Mit dem Flugplatz arbeiten wir immer sehr gut zusammen, weshalb wir den diesmal als Übungsort ausgeguckt haben“, erzählte Christoph Wolloscheck, Einsatzleiter der Malteser.

Das Übungsszenario am Sonnabend: Ein Kleinflugzeug stieß beim Start mit einem Auto des Flugplatzpersonals zusammen. Das Fahrzeug überschlug sich daraufhin mehrere Male. Mit dem Einsatzstichwort „Massenanfall von Verletzten“ wurde Alarm für den Rettungsdienst ausgelöst. „Die so genannte ‚Versorgungskomponente Arzt‘ und die ‚Transportkomponente‘ des Malteser Hilfsdienstes sind mit insgesamt zwölf Helfern im Einsatz“, erklärte Wolloscheck.

Kameraden der Malteser, der Freiwilligen Feuerwehr Neumünster-Mitte und von der Freiwilligen Feuerwehr Trappenkamp mimten die Verletzten, die es zu retten galt. Das Team der „Realistischen Notfall- und Unfalldarstellung“ sorgte mit Schminke und Kunstblut für möglichst realistische Verletzungen. Die Feuerwehr Gadeland übernahm unter der Leitung von Sven Krüger mit zehn Kameraden die technische Hilfe. Mit Blaulicht und Martinshorn eilten die Rettungskräfte vom Gefahrenabwehrzentrum (Gaz) zum Flugplatz. „In diesem Einsatzszenario haben es die Rettungskräfte mit elf Verletzten zu tun. Drei Personen sind in dem Auto eingeklemmt, zwei Personen konnten sich aus dem Flugzeug befreien. Sechs Flugplatz-Besucher sind ebenfalls unter den Verletzten“, beschrieb der Einsatzleiter, während die ersten Helfer schon umsichtig die Rettungsmaßnahmen einleiteten.

Die Befreiung der im Auto eingeklemmten Personen übernahmen die Feuerwehrleute. Mit Schere und Spreizer gingen sie dem Fahrzeug an die Karosserie, um schnellstmöglich, aber trotzdem mit Vorsicht an die Verletzten zu kommen. Vor Ort wurde schnellstmöglich eine Ablagestelle eingerichtet, wo die ehrenamtlichen Helfer die Patienten zunächst sichteten und medizinisch erstversorgten, bevor sie mit Kranken- und Rettungswagen weitertransportiert wurden. „Im Realfall würden die Verletzten auf Krankenhäuser verteilt werden. Während der Übung bringen wir alle Verletzten zum Gefahrenabwehrzentrum“, so Christoph Wolloscheck.

Er war am Ende mit der gut zweistündigen Übung zufrieden. „Zeitlich war der Ablauf einwandfrei. Mir sind lediglich ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, auf die wir in einer Nachbesprechung eingehen werden“, sagte Christoph Wollscheck abschließend. Für alle Beteiligten wurde es am Nachmittag im Gaz gesellig beim gemeinsamen Grillen.  

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erstellt am 10.Apr.2017 | 11:00 Uhr

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