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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 00:59 Uhr

CDU-Landesvorsitzender : Flüchtlinge sollen nicht alle nach Neumünster ziehen dürfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ingbert Liebing fordert die Landesregierung auf, die Wohnsitzauflage umzusetzen. Neuer Plan: eine Pflegeausbildung für Angehörige

Neumünster | Der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing hat sich dafür ausgesprochen, den Flüchtlingen in Schleswig-Holstein dauerhaft vorzugeben, wo sie wohnen. „Wir bekommen sonst eine noch stärkere Ballung von Asylbewerbern in den Städten – auch und gerade in Neumünster“, sagte Liebing dem Courier.

Nach Auskunft der Stadt seien bereits 450 Flüchtlinge aus anderen Kreisen nach Neumünster zugezogen, sagte Liebing. Die Bundesregierung habe beschlossen, dass Flüchtlingen ein Wohnort zugewiesen werden könne. „Die Länder müssen das aber umsetzen, und in Schleswig-Holstein passiert da leider noch nichts. Sobald die Flüchtlinge können, ziehen viele in die Städte, aber da ist die Integration viel schwerer als in den Gemeinden“, sagte Liebing.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras hat er außerdem eine Idee entwickelt. Beide möchten einen neuen Ausbildungszweig anschieben und in Neumünster ansiedeln. „Wir möchten eine Art Pflegeausbildung für Angehörige erreichen. Immer mehr Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause, aber viele sind davon auch überfordert“, so Liebing. Er stellt sich eine Schulung vor, in der man die wichtigsten Regeln und Handgriffe lernt. „Die könnte zum Beispiel an der Pflegeschule des Friedrich-Ebert-Krankenhauses angedockt werden“, sagte Liebing, der in Neumünster aufwuchs und hier seine politische Karriere startete.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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