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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 09:27 Uhr

Hospiz- und Palliativarbeit : Fachkräftemangel bedroht die Pflege

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber und Birte Pauls informierten sich über Hospiz- und Palliativarbeit.

Neumünster | Die SPD-Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber und die Sprecherin für Senioren- und Pflegepolitik der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls, haben sich gestern in Neumünster über die Pflegesituation in der Stadt informiert. Die Eindrücke sollen dazu beitragen, Lösungen für die gravierendsten Probleme zu entwickeln, sagten sie vor der Presse. Eine große Baustelle bleibt offenbar der Fachkräftemangel.

Im Juni hatte sich bereits der Landtag mit den Themen Hospiz- und Palliativwesen beschäftigt. SPD, Grüne und SSW wollen die stationären Hospizplätze im Land aufstocken und die ehrenamtliche Hospiz- und Palliativarbeit stärken.

Neben der Hospiz-Initiative in Neumünster besuchten die Politikerinnen gestern auch die Schule für Pflegeberufe am Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Dort ist der Fachkräftemangel derzeit ein großes Thema, wie Pflegedirektor Christian de la Chaux bestätigte. Betroffen seien vor allem die Intensivstation und der OP-Bereich. Um auf diese Probleme zu reagieren, sei auch die Politik gefragt. Dabei gehe es nicht nur um die Finanzierbarkeit, sondern auch um Modelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass wir flexible Arbeitszeiten anbieten müssen, besonders für Alleinerziehende.“ Kirsten Eickhoff-Weber ergänzte: „Der Freizeit-Anteil ist ein zunehmender Faktor in der Lebensplanung.“

Mit dem Thema Pflege befasst sich derzeit auch der Errichtungsausschuss zur Vorbereitung einer Pflegekammer, die im vergangenen Jahr vom Landtag in Kiel beschlossen worden war. Sie hat die Aufgabe, die Pflegekräfte zu bündeln und ihnen nach außen eine Stimme zu verleihen. Eine Geschäftsstelle des Errichtungsausschusses soll im August an der Fabrikstraße in Neumünster eröffnen. „Dort ruft man an, wenn es um pflegespezifische Themen geht, und bekommt kompetente Antworten aus den eigenen Reihen“, erklärte Birte Pauls.

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erstellt am 19.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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