zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 13:39 Uhr

Polizeibericht : Es wird weiter mit Hochdruck ermittelt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem brutalen Überfall auf ein Ehepaar am Seewisch in Einfeld fehlt trotz hoher Belohnung eine heiße Spur. Die Polizei klärt jedes Detail ab.

Neumünster | Die Hoffnungen der Ermittler auf eine ganz heiße Spur haben sich erst einmal zerschlagen. Nach dem äußerst brutalen Überfall auf ein Rentner-Ehepaar am Seewisch in Einfeld Ende Juni hatte die Staatsanwaltschaft Mitte Juli eine hohe Belohnung für Hinweise ausgelobt (der Courier berichtete). Doch ein brauchbarer Tipp war bisher laut Staatsanwaltschaft Kiel nicht dabei. „Dennoch wird mit Hochdruck ermittelt“, erklärte der zuständige Staatsanwalt Michael Bimler gestern auf Nachfrage. Dazu gehört auch, dass der Fall mit anderen Überfällen in der Region abgeglichen wird.

Ein besonderes Augenmerk hatten die Ermittler demnach auf eine Einbruchserie, die im Mai 2010 in Kaltenkirchen begann und der überwiegend wohlhabende Menschen im Kreis Segeberg in ihren einsam gelegenen Häusern zum Opfer fielen. Unter anderem schlug die unbekannte Bande, die wohl in wechselnder Besetzung agiert, auch im Januar 2015 in Rickling zu (der Courier berichtete). Insgesamt sollen sieben Taten auf das Konto dieser Täter gehen. Der letzte Fall, der dieser Gruppierung zugerechnet wird, ereignete sich im August 2015 in der Nähe von Heide (Dithmarschen).

Doch der brutale Überfall von Einfeld scheint nicht dazu zu gehören. Nach intensiven Ermittlungen sind sich die zuständigen Polizeibeamten da sicher. „Wir gehen zurzeit nicht davon aus, dass die Tat dieser Serie zuzurechnen ist“, so Staatsanwalt Bimler. So sind die Täter in Einfeld deutlich brutaler vorgegangen. Außerdem hatten sie sich mit dem Haus am Seewisch kein abseits gelegenes Objekt ausgesucht, sondern mitten in einem Wohngebiet zugeschlagen. Drei Unbekannte hatten in der Nacht zum 21. Juni gegen 1 Uhr den Bewegungsmelder am Haus des Einfelder Paares ausgelöst und waren dann ins Haus eingedrungen, als die Frau (73) auf der Terrasse nach dem Rechten sehen wollte. Mit Gewalt zwangen sie ihre Opfer zu verraten, wo Wertsachen aufbewahrt sind. Das Ehepaar wurde gefesselt und eingesperrt. Es konnte sich erst Stunden nach dem Überfall befreien.

Bereits kurz nach der Tat hatte die Familie der Opfer 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Räuber führen. Zusammen mit dem Betrag der Staatsanwaltschaft sind somit nach wie vor 6000 Euro ausgelobt.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jul.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert