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Nach dem Umzug : Erster Wochenmarkt auf dem Kleinflecken: Hoffen auf bessere Zeiten

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am ersten Tag am neuen Ort war auf dem Markt deutlich weniger los.

Neumünster | Auch wenn das Wetter gestern fast frühlingshaft schön war: Der erste Tag des Wochenmarktes auf dem Kleinflecken spülte wohl keine Reichtümer in die Kassen der Wochenmarkthändler. Ihre Kommentare variierten von „Wir haben viel gestanden“ bis „Es war tote Hose“.

Landwirt Matthias Brandt aus Aukrug: „Auf dem Kleinflecken gibt es immer Einbußen. Man kann einen Markt nicht hin- und herschieben.“ Seine Stammkundin Irene Sommerfeld (64) aus Bönebüttel bleibt dem Markt aber auch am Kleinflecken treu: „Mir ist es völlig egal, ob ich 500 Meter rechts oder links laufe, ich möchte Frisches und Regionales.“

Händler Vural Caliskan war frustriert: „Weniger als die Hälfte der Kunden. Wie sollen wir das durchhalten? Die Leute loben zwar die schöne Atmosphäre, aber davon wird man nicht satt.“ Auch Aktionen wie Konzerte würden nichts nützen – „Spielkram“, meinte er.

Seniorchefin Bodel Reiß von der Schlachterei Reiß gab sich vorsichtig optimistisch: „Da müssen wir erstmal abwarten und auf bessere Zeiten hoffen. Viele Kunden wissen vielleicht noch nicht, dass wir hier sind.“

Fischhändler Björn Keste sagte: „Wir verkaufen sonst mit sechs Leuten, heute sind wir mit vier Leuten überbesetzt.“ Es gehe um Existenzen, nicht nur bei Einzelnen. Sein Appell: „Wichtig ist, dass das Gefüge des Wochenmarkts funktioniert. Das ganze Sortiment ist für den Kunden entscheidend.“

Wegen der Fernwärme-Baustelle findet der Wochenmarkt bis November an Dienstagen und Freitagen auf dem Kleinflecken statt; sonnabends bleibt er auf dem Großflecken.

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erstellt am 04.Mär.2017 | 08:00 Uhr

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