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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 19:44 Uhr

Norovirus : Erste Welle im FEK ist vorbei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seit dem 1. November wurden in der Stadt 69 Fälle offiziell gemeldet.

Neumünster | In Schleswig-Holstein ist das Norovirus auf dem Vormarsch – und der unangenehme Brechdurchfall macht auch vor Neumünster nicht Halt. Das Gesundheitsamt hat seit dem 1. November 69 offiziell gemeldete Fälle in der Stadt verzeichnet. Betroffen seien alle Altersgruppen.

„Es ist derzeit eine saisonale Häufung feststellbar, aber es handelt sich um keine dramatische Situation“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz auf Courier-Anfrage. Es könne jedoch davon ausgegangen werden, dass es bei den Erkrankten eine Dunkelziffer gibt. Beitz: „Offiziell erfasst sind nur die Fälle der Patienten, die zum Arzt gegangen sind und eine Stuhlprobe abgegeben haben. Wenn dabei das Norovirus festgestellt wird, muss der Arzt die Erkrankung melden. Wenn ein erkrankter Patient jedoch einfach zu Hause bleibt, wird der Fall natürlich nicht erfasst.“

Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) liegen derzeit drei Patienten mit dem Norovirus und eine Person, bei der der Verdacht auf die meldepflichtige Erkrankung besteht. Die erste heftigere Welle ist dort jedoch bereits wieder abgeebbt. „Die Spitze hatten wir Mitte November mit neun Verdachtsfällen, von denen sich später acht als erwiesen herausstellten“, sagt FEK-Sprecherin Maren von Dollen. Dass die Norovirus-Fälle derzeit geballt auftreten, sei nicht ungewöhnlich: „Das ist ein Phänomen, das in der kalten Jahreszeit immer wiederkehrt.“

Da es sich um ein hoch ansteckendes Virus handelt, gelten im FEK strenge Abläufe für den Umgang mit den erkrankten Patienten. Vier speziell ausgebildete Hygienefachkräfte sind damit beauftragt, allen Infektionen im Bereich des Krankenhauses vorzubeugen, dazu gehört auch das Norovirus. Die Erkrankten und alle Patienten, die mit ihnen in Kontakt gekommen sind, werden vorübergehend isoliert. Das Personal darf die Zimmer nur mit Schutzkleidung betreten.

Doch komplett vermeiden lässt sich die Gefahr einer Ansteckung nicht, denn die Viren können überall lauern – unter anderem auf Türklinken, Wasserhähnen und auf Toilettensitzen. Das Gesundheitsamt rät daher, sich so oft wie möglich die Hände zu waschen.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 06:30 Uhr

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