zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 14:38 Uhr

Späte Ernte : Erste Mähdrescher sind auf den Feldern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Bokhorster Raum ist der Erntestart bei der Gerste eher zögerlich. Durch das feuchte Wetter sind zum Teil die Ähren abgebrochen.

Bokhorst | Eigentlich müsste die Gerste in die Läger. „Trockenheit im Juni und immer wieder anhaltende Regenfälle, Gewitter, Hagel und stürmisches Sommerwetter haben beim Getreide besonders die Gerste getroffen“, erklärte Harry von Bülow in dieser Woche auf Hof Altbokhorst in Schillsdorf.

Die Gerste ist durch die Juni-Trockenheit früh in die Reife gegangen. Ständiger Regen hat die Halme mürbe gemacht. „Bei der Abreife knicken bei der Gerste die Ähren nach unten ab. Das rächt sich jetzt. Auf manchen Feldern sind die Ähren zum Teil noch vor der Ernte abgebrochen. Auf manchen Äckern liegt die Gerste dicht über dem Boden. Dann schneiden die Messer der Mähwerke durch die Ähren“, meinte Landwirt Barne Schnoor aus Schillsdorf beim Blick auf eine Fläche in Busdorf.

„Auf den Altbokhorster Flächen macht sich die etwas spätere Aussaat im Herbst jetzt positiv bemerkbar“, meinte Harry von Bülow. Dadurch stand die Gerste besser und reifte etwas später ab. „Von örtlichen Unterschieden bei den Ausfällen durch Ährenverluste und Lagergetreide abgesehen dürfte allerdings immer noch von einer durchschnittlichen Ernte ausgegangen werden“, meinten die Landwirte. Bei der Gerste muss stellenweise mit 10 bis 15 Prozent Verlust gerechnet werden. Bei den derzeit gleichzeitig niedrigen Preisen sei das ärgerlich. Ist die Restfeuchtigkeit im Korn zu hoch, kommen noch Trocknungskosten hinzu. Zumindest ab Mittwoch spendierte Petrus mehr Sonnenstunden, die das Getreide auf etwa 15 Prozent Restfeuchte trocknen ließen. Jetzt heißt es wieder die kurzen Erntefenster zu nutzen und auf besseres Wetter bei der Raps-, Weizen- und Roggenernte zu hoffen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen