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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 08:45 Uhr

Kriminalität in Neumünster : Einbrecher nutzten die Urlaubszeit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

18 Einbrüche gab es in den ersten fünf Wochen der Sommerferien, aber deutlich weniger als vor einem Jahr.

Neumünster | Urlaubszeit ist Einbruchzeit. Das mussten auch einige Neumünsteraner in den Sommerferien schmerzlich feststellen. In den ersten fünf Wochen der Ferien (25. Juli bis 28. August) wurden bei der Polizei 18 Taten angezeigt. Meist waren Bewohner von Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern betroffen. Das Konzept der Polizei in Neumünster beim Kampf gegen ungebetene Gäste im privaten Wohnraum scheint aber in die richtige Richtung zu gehen: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Anzeigen nahezu halbiert. In den ersten fünf Ferienwochen 2015 (20. Juli bis 23. August) zählte die Polizei 35 Taten.

Trotz der Freude über diese positive Tendenz warnt Polizeisprecher Sönke Hinrichs vor vorschnellen Schlüssen. „Fünf Wochen sind ein kleiner Betrachtungszeitraum, da muss man mit der Bewertung vorsichtig sein. Die Zahlen lassen keine Prognosen auf die Jahresbetrachtung zu. Die Dämmerungseinbrüche kommen erst noch“, sagt der Sprecher.

Warum die Einbruchszahlen in diesen Sommerferien rückläufig sind, mag an mehreren Faktoren liegen. Zum Einen wirkt sich sicher das Konzept aus, das die Polizei überregional gegen Einbrecher fährt. Es beinhaltet zum Einen schlicht mehr Polizisten auf der Straße. „Dazu gehören auch Beamte in Zivil“, erläutert Hinrichs. Spezielle Einbruch-Streifen gibt es aber nicht. „Das ist die Aufgabe aller Präsenzkräfte in Neumünster“, so der Sprecher.

Aber auch Ermittlungserfolge könnten die Zahlen positiv beeinflusst haben. Durch die besondere Vernetzung der Polizei sowie intensive Spurensicherung wurde in jüngster Zeit immer wieder auch Tätern das Handwerk gelegt, die überregional agierten. Die Festnahme muss dabei nicht unbedingt im Neumünsteraner Raum erfolgt sein. Manche Einbrecher ziehen nach kurzer Zeit auch weiter, verlagern ihre Aktivitäten zum Beispiel Richtung Hamburg oder Kiel oder in andere Bundesländer.

Auch in diesen Sommerferien blieb die Vorgehensweise der Einbrecher gleich: „Meist werden Terrassentüren aufgehebelt oder gekippte Fenster geöffnet“, weiß Sönke Hinrichs. Gestohlen wird in der Regel Schmuck und Bargeld, vielleicht auch mal ein Handy. „Aber niemand schleppt einen großen Flachbildfernseher heraus. Das ist viel zu mühsam und auffällig“, sagt der Polizeisprecher.

Auch in diesem Sommer waren wieder alle Stadtteile gleichermaßen von den Einbrüchen betroffen. „Besondere Schwerpunkte gab es nicht“, so Hinrichs. Ähnlich ist es mit den Tatzeiten. Eingebrochen wird nicht nur nachts. Allerdings ist es für sie oft schwer einzugrenzen, wann die Taten geschahen. Denn das wissen die Opfer oft selbst nicht so genau, wenn sie über mehrere Tage im Urlaub waren und anschließend ihr Zuhause im Chaos vorfinden.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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