zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 13:45 Uhr

Jazz im Park : Ein nachhaltiges Jazzerlebnis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jazz im Park bot wieder internationale musikalische Leckerbissen. 700 Besucher genossen die Atmosphäre hinter dem Saldern-Haus.

Neumünster | Drei international bekannte Jazzformationen inklusive „Echo Jazz“-Preisträger Niels Klein an einem Nachmittag und im Freien – das gibt es nur beim Neumünsteraner „Jazz im Park“. Seit Jahren gestalten der Jazz-Club und die Musikschule gemeinsam diesen Höhepunkt im Musikkalender der Stadt hinter dem Caspar-von-Saldern-Haus. Am Sonntag wollten mehr als 700 Jazzfans aus ganz Norddeutschland dabei sein.

„Trio Elf“ mit Walter Lang (Piano), Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug) und Peter Cudek (Bass), „Tubes & Wires“ mit Niels Klein (Klarinette), Lars Duppler (Rhodes, Synthesizer), Hanno Busch (Gitarre) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug) sowie das „Martin Dahanukar Quartett“ mit Martin Dahanukar (Trompete), Michael Haudenschild (Piano), Philipp Moll (Bass) und Willy Kotoun (Schlagzeug) legten im Park los. Zum Aufwärmen war die Bigband der Lübecker Hochschulen „Salt Peanuts“ unter der Leitung von Christoph Mohr dabei.

Die Gäste erlebten recht unterschiedliche Jazzstile und auch besondere Eigenheiten einzelner Musiker. Walter Langs Pianospiel konnte geradezu hymnisch anmuten, um dann überraschende dynamische Brüche zu servieren. Er und seine beiden Mitstreiter vom „Trio Elf“ erweiterten warme akustische Sounds durch kreativen Einsatz von Electronics, auch aus der Hip-Hop-Szene.

Bei „Tubes & Wires“ präsentierte Nils Klein („Instrumentalist des Jahres 2015“) mit seinen Holzblasinstrumenten fein gesponnene Klangtexturen in einem Spannungsfeld von sinfonischer Moderne und poppig pulsierenden Rhythmen. Das erinnerte an John Coltrane!

Poetische Tonbilder und lyrische Weiten zauberte Martin Dahanukar auf seiner Trompete mit seinem Quartett. Auf seine seelenruhigen Melodiebögen reagierten seine Mitstreiter in kurzzeitiger Ekstase, die einen gediegenen Rausch erzeugten. Er fing sie aber schnell wieder ein. Da ist es fast logisch, dass ihr neustes Album „Traumrauschen“ heißt.

Die Klasse jedes einzelnen Musikers in allen Bands garantierte ein nachhaltiges und emotionales Jazzerlebnis, darin waren sich viele Zuhörer einig. „Die Musik war wunderschön“, sagte der Neumünsteraner Thomas Kampfer.

Für das englische Parkerlebnis sorgten die Damen des Service-Clubs „Inner Wheel“ mit Kaffee und Kuchen sowie der Verein zur Förderung der Kunst mit Wein und Schnittchen. Damit die Umbauphasen nicht zu lang wurden, jazzten Neumünsteraner Musiker als „Jazz und Fun“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen