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Holsteinischer Courier

28. September 2016 | 15:41 Uhr

Vicelinkirche : Ein Konzert mit Meisterwerken von Mozart

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

350 Besucher genossen den Auftritt des philharmonischen Orchesters Kiel mit Solisten und dem Bach-Chor.

Neumünster | Ein tolles Programm hatte Dr. Karsten Lüdtke da zusammengestellt. Mit Mozarts „Prager Sinfonie“ und dessen Spätwerk „Große Messe in c-moll“ versprach der Kantor der Vicelinkirche seinen Gästen einen vorzüglichen Musikabend. 350 Besucher strömten am Sonntag in die Vicelinkirche, viele von ihnen voller Erwartung.

„Schön, dass in Neumünster mal wieder eine Sinfonie zu hören ist. Und noch dazu eine der schönsten und bekanntesten von Mozart“, hieß es am Eingang der Kirche. Im Inneren wurde das Publikum bereits von Mitgliedern des philharmonischen Orchesters der Stadt Kiel erwartet. Mit einem Bass, zwei Celli und vier Geigen war das Orchester in kleiner Besetzung nach Neumünster gereist. Unter dem konzentrierten Dirigat von Karsten Lüdtke bewiesen die Musiker, dass sie neben ihrer begleitenden Funktion auch die sinfonische Sprache Mozarts beherrschen. Dirigent Lüdtke wurde allen Facetten der Partitur gerecht.

Der Kantor überzeugte mit seiner Tempowahl und arbeitete sehr zur Freude des Publikums die dynamischen Kontraste der 1787 in Prag uraufgeführten Sinfonie heraus.

Wie in der tschechischen Hauptstadt vor knapp 230 Jahren wurde die „Prager Sinfonie“ auch in Neumünster frenetisch gefeiert und stimmte das Publikum mit ihren kontrapunktischen Elementen und den harmonischen Modellen bestens auf den Höhepunkt des Konzertes, die „Große Messe in c-moll“, ein.

„Der technische Anspruch der Messe im vokalen und instrumentalen Bereich ist enorm“, schrieb Karsten Lüdtke im Programmheft. Die Kieler Philharmoniker, die professionellen Solisten Karen Rettinghaus (Sopran I), Meredith Nicollai (Sopran II), Knut Schoch (Tenor), Christian Palberg (Bass) und der Bach-Chor stellten sich der großen Aufgabe. Karen Rettinghaus bewies beim „Et incarnatus est“, wie gekonnt sie die sanften, lieblichen Töne beherrscht. Ihr Wechselgesang mit den Holzbläsern war wunderschön.

Auch wenn dem Bach-Chor bei den hohen Einsätzen die jungen Stimmen fehlen, konnten die Laiensänger ihr Publikum mit einem klangschönen Doppelchor begeistern. Kraftvoll und sehr ergreifend boten die Sänger das „Sanctus“ dar, beim ebenfalls doppelchörigen „Qui tollis“ gelangen dem Chor die abrupten Wechsel zwischen Forte und Piano ganz vorzüglich.

Insgesamt bescherten die Künstler ihrem Publikum einen wunderschönen Konzertabend.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 09:00 Uhr

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