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Bordesholm : Ein ganzes Orchester ist in der Galerie zu sehen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hanna Petermann stellt ihre Bilder aus.

Bordesholm | Mit der Malerin und Musikerin Hanna Petermann setzt die „Galerie Rund um Kunst“ bei Katrin Göldner wieder einmal ein Glanzlicht in Sachen sensibler Gegenwartskunst. Menschen und deren Geschichten voller Poesie beherrschen jetzt die Räume und Wände und sind es wahrlich wert, entdeckt zu werden.

Ihr scheint die Kunst in die Wiege gelegt worden, und Hanna Petermann wollte sich im Leben nie für einen anderen Weg entscheiden. Mit Vater Ulf als heute ebenfalls bedeutenden malenden Realisten als Vorbild widmete sie sich erst der Musik, um als Flötistin die Bühnen der Welt zu beglücken. Und eben die Musik ist in der Galerie gegenständlich, wird anhand der ausgefeilten Musikerporträts, die die gebürtige Kielerin quasi als Expertin angefertigt hat, greif- und sogar hörbar.

Der namenlose „Bassist“ auf dem überdimensionalen Gemälde ist völlig in seine Passion versunken, scheint der Welt entrückt und lebt nur für sich und seine Musik. Leidenschaftliche Hingabe an seine eigene künstlerische Profession zeigen auch die anderen „Orchestermitglieder“, die die Wände der Galerie bevölkern: Der Saxofonist bläst gedankenverloren in sein Instrument, ein Vibraphon gesellt sich dazu, und ein Violonist streichelt zärtlich sein Instrument.Natürlich kommt Hanna Petermann ja vom Fach und hat die besondere Beobachtungsgabe auf ihre musizierenden Kollegen. Dass sie diese aber in unglaublich lebensnahe und mit raffiniertem Licht-und Schattenspiel versehene reale Rendezvous ummünzt, zeugt von ihrem großen Talent und viel Geschmack.

Mit „Naomi“ hat dann auch eine der gar nicht stummen Leinwand-Protagonisten einen Namen bekommen, und wie die zierliche junge Frau auf dem Bild ihr Fagott spielt, nötigt beim einfachen Hingucken bereits Respekt ab.

Ebenfalls von der Musik inspiriert ist die Porträtserie um Claude Debussys „Clair de Lune“, in der sich Hanna Petermann auf das Gedicht „Mondlicht“ von Paul Verlaine bezieht. So sinnlich und beruhigend wie die Musikerporträts ist diese Momentaufnahme, dass man ihre Werke eigentlich auf Rezept verschreiben müsste.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai in der Galerie an der Holstenstraße 69 zu sehen, jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 13 und von 15 bis 18.30 Uhr sowie Sonnabend von 9 bis 13.30 Uhr. 


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