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Holsteinischer Courier

26. März 2017 | 20:58 Uhr

Holstenhallen : Ein Eldorado für Modellbau-Freunde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr als 10 000 Besucher kamen am Wochenende zur Messe in den Holstenhallen. Einige Gäste reisten auch aus Frankreich und England an.

Neumünster | Die Modellbau Schleswig-Holstein lockte am Wochenende wieder rund 10 000 Besucher in die Holstenhallen. Mehr als 60 Aussteller und rund 50 Interessengemeinschaften präsentierten auf der größten Modellbaumesse des Nordens alles rund um das vielfältige Hobby, bei dem das Motto ganz klar lautet: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“

Doch nicht nur Schleswig-Holsteiner, Niedersachsen und Hamburger tummelten sich in vier Hallen und drei Foyers, auch Gäste aus Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und England hatten sich auf den Weg nach Neumünster gemacht.

„Für Modellbauer ist die Ausstellung ein Eldorado. Denn ganz gleich, ob man sich der Modelleisenbahn, dem Mini-Schiffsbau, Papiermodellen, Rennwagen oder Lego-Konstruktionen verschrieben hat, hier trifft man immer Gleichgesinnte, mit denen man sich austauschen kann“, berichtete Wilfried Schacht (57) aus Vechta, der selbst seit Kindertagen an einer H0-Einbahnanlage bastelt.

Zu den besonders bestaunten Modellen gehörte das Örtchen Peterskirchen, das die Niederländer Corry (63) und Peter von den Wildenberg (68) vorstellten. Versehen mit kleinsten Details, zu denen eine bewegliche Autohebebühne, vorwitzig aus ihren Hügeln blinzelnde Maulwürfe sowie ein Schaufenster mit einer fahrenden Eisenbahn zählten, bot die Szene den Betrachtern immer wieder neue, einfallsreiche Hingucker. „Wenn andere Leute zur Arbeit gehen, steigt mein Mann in seinen Bastelkeller. Und wenn er wieder auftaucht, hat er meistens eine weitere Überraschung parat“, berichtete Corry von den Wildenberg schmunzelnd.

Auf großes Publikumsinteresse stießen ebenfalls die lustigen Renn-Quietscheentchen, des Schiffsmodellbauclubs Ahrensburg. „Unsere Idee war, dass wir das Publikum einbeziehen wollten. Aber bis die erste Ente wirklich renntauglich war, mussten wir schon ganz schön lange tüfteln“, erzählte Frauke Stoffers (44).

Mit großer Konzentration steuerte Ramin seinen Fischkutter durch die Fluten. Der Elfjährige gehört seit zwei Jahren zu den Neumünsteraner Modellbaushippers. „Das Bauen macht großen Spaß. Und wenn das Boot dann fährt, freut man sich riesig“, erklärte er stolz.
Auf großes Interesse stießen auch die zierlichen Blumen- und Schiffsmodelle aus Papier, die Renate Langhammer-Krause (60) und ihr Mann Andreas Krause (53) mitgebracht hatten. „Das Schöne ist, dass man keine Werkstatt braucht. Wir können uns einfach an den Esstisch setzen und loslegen“, erläuterten die Geesthachter.

Als absoluter Lego- und Siku-Fan kam Flemming, der mit seinem Vater Guido Lassen (46) aus Leck angereist war, nicht aus dem Staunen heraus. Denn vom Rummelplatz mit Lego-Riesenrad über eine Feuerwache bis hin zu einem Bauernhof mit zahlreichen Treckern reichten in diesen Genres die ausgestellten Modelle. „Ich liebe Spielzeug über alles“, sagte der Neunjährige ganz hingerissen.


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