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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 19:29 Uhr

Schwale-Bräu : Ein eigenes Bier für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der alten Holstenbrauerei kann man bald wieder Bier kaufen. Es kommt aus Schillsdorf.

Neumünster | Irgendwie hat ihnen in Neumünster immer etwas gefehlt: „Wir fanden es schade, dass die Stadt mit über 80 000 Einwohnern kein eigenes Bier hat. Hier hat man sich mit der Brauereikultur durch die alte Holstenbrauerei ja immer identifiziert. Bis 1986 wurde an diesem Standort Bier gebraut“, sagten Carsten Hegenberg und sein Geschäftspartner Sven Reents. Sie nahmen die Herausforderung an. Die Idee des Schwale-Bräus war geboren.

Das neue Bier wird zwar nicht – wie der Name vermuten lässt – in Neumünster hergestellt, aber die Firmenzentrale und die Verkaufsräume sind in der alten Holstenbrauerei angesiedelt. „Es wird in Schillsdorf gebraut, vor den Toren der Stadt“, erklärte Sven Reents. „Von der alten Brauerei ist leider bis auf die Räume nichts mehr übrig. Deswegen ist es aktuell für uns nicht möglich, in Neumünster zu brauen. Sonst hätten wir hier alles wieder in Gang gesetzt“ , erklärte er. Das könnte sich aber vielleicht auch wieder ändern, verriet Carsten Hegenberg: „Man munkelt, dass eventuell irgendwann wieder Bier in der Stadt gebraut wird. Es gibt Gespräche.“

Auf die Idee, eine eigene Marke für Neumünster zu machen, kamen der Kaufmann und der Eventmanager gemeinsam. „Bei dem Bier, was man so kennt, gibt es wenig geschmackliche Unterschiede. Dabei kann man ganz viel machen. Bei einer Messe für ,Craft Beer‘, also von Hand gebrautes Bier, bin ich auf Anregungen gestoßen“, erzählte Sven Reents. Beide Männer kennen sich schon lange und haben bereits viele Projekte zusammen gemeistert. „Irgendwann haben wir uns entschieden, ein eigenes Bier zu brauen. Seit Anfang Oktober 2015 sind wir richtig dabei“, sagte Kaufmann Carsten Hegenberg.

Das bernsteinfarbene Getränk wird mit Schwalewasser gebraut und ist von der Rezeptur her die Mitte zwischen einem Holsten und einem Duckstein, erzählt Reents. „Nicht so herb wie ein Holsten und nicht so dunkel wie ein Duckstein. Unser Bier hat seine ganz besondere Rezeptur. Neumünster war immer als Bezug wichtig. Wir haben überlegt, was dazu passt“, sagte Hegenberg und ergänzte: „Schwale-Bräu steht für Neumünster.“

Sein Kollege Sven Reents ist Bierbotschafter, was man sich wie eine Vorstufe eines Sommeliers für Bier vorstellen kann. „So konnten wir die Rezeptur selbst bestimmen und uns mit den Braumeistern auf Augenhöhe unterhalten“, erklärte der Neumünsteraner. Eine weitere Biersorte, ein Pils, ist bereits in Planung. „Wir streben es an, die neue Sorte noch dieses Jahr herauszubringen. Das soll eine 0,33- Liter-Flasche werden“, sagte Hegenberg. Mit viel Handwerk verbunden sei das Schwale-Bräu bereits jetzt, denn das Bier werde von Hand abgefüllt, die Glasflaschen von Hand etikettiert. Es gebe das Bier in der 0,5- und in der 1-Liter-Flasche sowie als Fass, erklärte Hegenberg.

Als besonderen Programmpunkt in ihrem Konzept haben sich beide Unternehmer eine Bier-Verkostung überlegt, ähnlich wie eine Weinprobe. „Wir wollen verschiedene Sorten Bier zum Probieren anbieten, etwas über die Geschichte der Brauerei erzählen und in lockerer Atmosphäre einen schönen Abend gestalten“, erklärte Carsten Hegenberg das Angebot, zu dem man sich bald anmelden kann.

Am Sonnabend, 26. November, wird ab 16 Uhr der Verkaufsstart des Biers mit einer Veranstaltung in und vor der alten Holstenbrauerei gefeiert. „Es gibt Livemusik, Kleinigkeiten zu essen und natürlich unser Schwale-Bräu“, sagte Carsten Hegenberg und ergänzte: „Der Oberbürgermeister und die Stadtpräsidentin werden das erste Fass vom Neumünster-Bier anstechen. Wir freuen uns auf alle Besucher.“ Kaufen kann man das Bier dann in den Verkaufsräumen in der alten Holstenbrauerei, bei Gastronomen und im Einzelhandel.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 08:30 Uhr

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