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Holsteinischer Courier

27. März 2017 | 02:45 Uhr

Eigenverantwortung in Sien soll gestärkt werden

vom

aukrug | Die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Partnerschaft Aukrug-Sien".

Der stellvertretende Vorsitzende Branko Irek schilderte der Versammlung die Sanierung des Barrage-Überlaufs, und Beisitzerin Ina Köhler berichtete von Maßnahmen an der Schule: Drei Klassenräume und drei Lehrerwohnungen seien neu gebaut worden. Kassenführer Subash Likhite legte den Kassenbericht vor.

Hella Kohlmeyer, Beisitzerin des Vereins, ging auf die Reise vom Oktober ein und schilderte die Treffen, an denen die Vereinsmitglieder dort teilgenommen hätten. So habe man unter anderem mit den Hühnerzüchtern, mit den Lehrkräften von der Schule und mit der Partnerschaftsorganisation "ADESI" gesprochen. Die Treffen seien wichtig gewesen, weil "auch kleine Themen" angesprochen worden seien, die sonst nicht unbedingt behandelt würden, so Kohlmeyer.

Über das Gespräch mit dem ADESI-Vorstand berichtete Kohlmeyer, dass von diesem der Bau der Erste-Hilfe-Station als wichtig eingestuft worden sei. Auf den Getreidespeicher habe in den vergangenen Jahren nicht zurückgegriffen werden müssen, so die Beisitzerin, der ADESI-Vorstand habe jedoch betont, dass man die Speicherung nicht vernachlässigen sollte, sondern lieber weiter etwas einlagern wolle. Auch Reimers erklärte, dass die Nahrungsmittelversorgung in Sien besser geworden sei: Seit mehreren Jahren habe man kein Geld für Lebensmittel mehr geschickt.

Bei seiner Vorstellung der Schwerpunkte der Aktivitäten für dieses Jahr berichtete Reimers, dass zunächst keine weiteren neuen Projekte geplant seien. Vielmehr müsse bei den bereits abgeschlossenen Projekten die Bedeutung der Nachhaltigkeit betont werden. "In Sien wurden Einrichtungen geschaffen, die auch unterhalten werden müssen", sagte der 1. Vorsitzende, auch käme es vor, dass die Pumpen kaputt gehen würden und kein Geld für die Reparatur vorhanden sei. "Aber wir können als Partnergemeinde die Unterhaltungskosten nicht bezahlen", erklärte er.

Daher solle nun auch die Eigenverantwortung der Menschen betont werden. In der Vergangenheit habe man die "grundsätzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Dorf leben kann und dass die Schüler eine ordentliche Ausbildung bekommen". Nun sei es an den Menschen in Sien, sich selbst einzubringen, bekräftigte auch Irek. Es sei ein Umdenken nötig. "Wir können Anstöße geben", so Reimers.

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erstellt am 21.Mär.2011 | 03:59 Uhr

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