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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

THW-Bundesjugendlager : Die Vorfreude steigt rasant

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Bundesjugendlager beginnt am Mittwoch mit 4000 Teilnehmern in den Holstenhallen. Es ist vor allem eine logistische Herausforderung

Neumünster | Wenn von diesem Mittwoch bis zum 10. August mehr als 4000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zum Bundesjugendlager des Technischen Hilfswerkes (THW) nach Neumünster kommen, muss das Camp samt Koordination rund um die Holstenhalle „lagerfähig“ sein, wie Oliver Tiedemann sagt. Der Chef der THW-Facheinheit „Bereitstellungsraum 500 Nord“ informierte am Sonnabend die Presse bei einem Rundgang über den Stand der Vorbereitungen. Dabei war klar zu merken: Die Vorfreude bei den THW-Leuten steigt rasant.

Rund 270 Helfer aus fünf Landesverbänden, Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, bauen das gesamte Betriebssystem für die Gäste, die Zeltstadt, die Kommunikation, die Sicherheit, Verpflegung, Transport und Freizeitgestaltung auf. „Das ist kein Problem, weil das THW ein einheitliches Bausteinsystem hat und alle Bundesländer auch die gleiche Ausbildung haben“, sagte Florian Gottschalk von der Stabsstelle Presse und Medien.

Dennoch ist die Logistik enorm: Eine Zeltstadt für 3500 Teilnehmer mit Infrastruktur ist zu errichten. 8500 Meter Netzwerkkabel und 1000 Meter Internetkabel waren zu verlegen, 200 Duschen (80 Prozent für Männer) stehen in Halle 5. Dort ist auch eine Ausstellung für historische THW-Fahrzeuge geplant. In Halle 2 ist der Platz für die abendliche Freizeit mit Livemusik. 80 Veranstaltungen sind geplant, inklusive Besuch der Karl-May-Festspiele.

In der Halle 1 gibt es 20 Stunden am Tag Verpflegung, wobei die Hauptmahlzeiten aus der Küche der Holstenhallen kommt. Zehn Reisebusse stehen für Transporte bereit. Reichlich Elektroanschlüsse sollen sicherstellen, dass alle Teilnehmer ihre Handys aufladen können. In der Telefonzentrale läuft eine extra Eltern-Hotline auf.

Für die Sicherheit sorgen THW-Kräfte. So muss sich an einem „Meldekopf“ jeder identifizieren, der das Areal betreten will. „Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen. Ein zusätzlicher Sicherheitsdienst ist nicht notwendig“, sagte Tiedemann. Rund um die Uhr steht gemeinsam mit Neumünsteraner Kräften ein Rettungsdienst mit Arzt bereit. „Die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung hier in Neumünster ist, verglichen mit anderen Orten, außerordentlich gut“, freute sich der Campchef. Acht Monate hat er mit einem Team geplant. „In zehn Tagen steht hier alles, und in vier Tagen ist alles wieder weg“, so Tiedemann.

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