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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 07:50 Uhr

Sicherheit im Stadtteil : Die Tungendorfer passen gut auf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

40 Bürger stellten der Polizei im Volkshaus ihre Fragen zum Thema Sicherheit.

Neumünster | Wie sicher lebt man in Tungendorf? Um Fragen zu stellen und Erlebnisse zum Thema Sicherheit im eigenen Stadtteil mitzuteilen, kamen am Donnerstagabend gut 40 Tungendorfer ins Volkshaus.

Bernd Lohse, Leiter der Polizeidirektion, und Hartwig Puhlmann, Leiter des 2. Polizeireviers und damit Vorgesetzter der Polizeistation am Hürsland, stellten sich den Fragen der Tungendorfer und präsentierten vorweg die geplante Strukturreform der Polizei (der Courier berichtete). Eingeladen hatte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerrit Köhler.

Das allgemeine Sicherheitsgefühl der Bewohner des Stadtteils zwischen Einfeld und Zentrum scheint gut zu sein. Im Vordergrund des Infoabends stand daher vielmehr die Sorge um die Verkehrssicherheit. Einbrüche, Türgeschäfte und Betrügereien am Telefon wurde eher zweitrangig diskutiert.

Das entspricht der objektiven Einschätzung der Polizei, wie Hartwig Puhlmann mitteilte. „Tungendorf ist wenig durch Straftaten belastet. Wir ordnen die Stadtteile in vier Kategorien, dabei ist zum Beispiel die Innenstadt hinter dem Bahnhof mit am stärksten betroffen und auf Stufe eins.“ Tungendorf steht dagegen aufgrund seiner guten Sozialstruktur am anderen Ende auf der vierten Stufe. „Besonders in Tungendorf-Dorf gibt es nur wenige Einbrüche, weil die Nachbarschaft hier mit einer hohen Sozialkontrolle ausgestattet ist“, so der Revierleiter.

Gabriele Fißmer aus dem Fichtenweg kann das bestätigen: „Ich fühle mich hier sicher. Natürlich habe ich auch Einbruchssicherungen vorgenommen. Durch die Veranstaltung habe ich erfahren, dass auch in Häuser eingebrochen wird, die in Sackgassen liegen.“ Berufsverbrecher baldowern nämlich gerne vor ihrer Tat die Häuser samt Fluchtweg aus, wie Bernd Lohse mitteilte. Eine andere Bürgerin sorgte sich nach einem Einbruch in der Nachbarschaft um sogenannte „Gaunerzinken“. Sie schaue regelmäßig ihre Haustür nach verdächtigen Zeichen ab, die anderen Ganoven Hinweise auf die Anzahl der Hausbewohner und deren Habe Auskunft geben. „Eine Liste von Gaunerzinken gibt es nicht“, sagte Puhlmann.

„Im Jahr gibt es in Tungendorf mit seinen 10  000 Bewohnern rund 50 Gewalttaten“, erklärte Hartwig Puhlmann auf Nachfrage. Höher als im Dorfkern seien die Delikte am Rand wie etwa an der Straße Ilsahl. Wer an der Echtheit eines Polizisten an seiner Tür zweifelt, solle sich den Dienstausweis zeigen lassen, die Tür schließen und telefonisch bei der Polizei nachfragen. „Ein Dienstausweis ist blau, die Marke der Kripo oval und aus Messing“, erklärten die Polizisten.

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