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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 03:02 Uhr

Bundesjugendlager : Die THW-Jugend legt jetzt richtig los

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ministerpräsident Torsten Albig begrüßte am Mittwochabend weit mehr als 4000 Teilnehmer vom THW in den Holstenhallen.

Neumünster | Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Hallenbetriebe, sprach am Mittwochabend den entscheidenden Satz: „Das Bundesjugendlager des Technischen Hilfswerks ist ein Großereignis, das es so in Neumünster noch nie gegeben hat und für die Holstenhallen eine Woche der Premieren.“ Weit mehr als 4000 Kinder und Jugendliche in 240 Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet sind am Mittwoch angereist und haben auf dem Messegelände ihre Zelte aufgeschlagen. Nicht nur auf der Altonaer- und Rendsburger Straße dominierten die blauen Fahrzeuge zeitweise den Verkehr, aber trotz Regens verlief alles ohne Probleme.

Am Abend nahm sich dann Ministerpräsident Torsten Albig mit viel Prominenz im Anhang viel Zeit für einen Rundgang und eröffnete um 20.12 Uhr offiziell das 16. Bundesjugendlager, nach Auskunft von Bundesjugendleiter Ingo Henke und Dierk Hansen, Landesbeauftragter des THW-Landesverbands Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, das „größte Jugendlager in Zelten und einer Halle in Europa“. Auch THW-Präsident Albrecht Broemme, Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Stadtrat Oliver Dörflinger stimmten auf die Zeit im Zeltlager ein. Viel Applaus erhielt Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, der seine Grußworte per Videobotschaft an die Jugendlichen richtete: „Ich danke der Stadt Neumünster und allen Helfern, die dieses Ereignis vorbereitet haben und wünsche Euch eine tolle Zeit.“

Das bevorstehende Programm ist umfangreich: Zusammen werden die Jugendlichen für ganz unterschiedliche Einsatzszenarien üben. Dabei müssen die jungen Ehrenamtler zum Beispiel nach einem Erdbeben in einem fiktiven Königreich Menschen aus Trümmern retten oder eine Brücke aus Zaunelementen bauen. Höhepunkt sind die Bundeswettkämpfe am morgigen Sonnabend auf dem Gelände der Gesamtschule Brachenfeld. Um den Teamgeist zu stärken, stehen auch Ausflüge zu Zielen in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg auf dem Programm. „Wir werden uns Neumünster anschauen, aber wollen auch ins Miniatur-Wunderland. Es wird bestimmt super“, sagten Anna-Lena Loick und Simon Pötsch vom Ortsverband Gladbeck-Dorsten.

Von den Trinkwasserproblemen in Neumünster (siehe Seite 7) war und ist das Bundesjugendlager übrigens nicht betroffen. Denn dafür setzt das THW auf einen eigenen Trinkwasserkeislauf. Dutzende Kilometer Wasserleitungen wurden verlegt, durch die Toiletten, Duschen, Trinkwasserentnahmestellen und Waschrinnen gespeist werden. Damit das Wasser die langen Leitungen auf dem Gelände keimfrei übersteht, setzt das THW vorsorglich eine Chlordosierungsanlage ein. Sie sorgt dafür, dass die Helfer das Wasser als Trinkwasser nutzen können.

Darüber hinaus wird die Wasserqualität täglich von zwei THW-Trinkwasserlaboranten geprüft. Auch dies ist Teil der Ausbildung und wird vom THW routinemäßig organisiert.

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erstellt am 05.Aug.2016 | 08:30 Uhr

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