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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Polizei : Die Strukturreform kann starten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit Beginn des neuen Jahres sollen die Arbeit in den Stadtteilen gestärkt werden / Zwei neue Wachen geplant

Neumünster | Die Polizei in Neumünster will bürgernäher und noch effektiver werden. Das sind die Ziele der Strukturreform, die im kommenden Jahr starten soll. „Die Pläne sind mit dem Hauptpersonalrat und dem Innenministerium abgestimmt. Wir warten jetzt nur noch auf das endgültige ‚Go‘ aus Kiel, aber das dürfte eine Formsache sein“, sagt Bernd Lohse, der Leiter der Polizeidirektion.

Die Neuausrichtung gliedert sich in vier Punkte. Geplant ist zunächst, die Ermittlungsdienste des 1. und des 2. Polizeireviers bei der Kriminalinspektion an der Alemannenstraße zusammenzuführen. Das soll bereits im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein. Der Vorteil laut Lohse: Doppelstrukturen werden abgeschafft, Ergebnisse gebündelt. Zweiter Punkt: Notruf-Einsätze sollen nicht mehr wie bisher von beiden, sondern nur noch vom 1. Revier gefahren werden. „Das wird das neue 110-Revier“, sagt Lohse. Statt bisher 72 sollen dort dann 65 Beamte tätig sein. Dritter Punkt: Die Wachdienste vom 1. und 2. Revier sollen innerhalb von drei Jahren zusammengelegt werden.

Der letzte geplante Punkt schließlich ist für die Bürger am auffälligsten: Die Polizeistationen in den Stadtteilen werden personell verstärkt, zwei neue kommen hinzu. Organisatorisch werden Einfeld und Tungendorf (Nord), Gadeland und Wittorf (Süd-Ost) sowie Faldera und die neue Station West am Hansaring (West) unter der Führung des 2. Polizeireviers zusammengefasst (siehe Grafik). Die Innenstadt soll bis zur Jahresmitte 2017 eine eigene Station mit 13 Beamten erhalten. Hier läuft die Suche nach einer geeigneten Immobilie noch. In den Polizeistationen Nord und Süd-Ost sind künftig sieben, in West 12 Beamte vorgesehen. Am Personalbestand in der Station in der Landesunterkunft soll sich nichts ändern, hier bleiben laut Plan sieben Beamte. Die neuen Stationen sollen zwischen 7 und 20 Uhr, in der Innenstadt auch länger geöffnet sein.

„Wir bekommen die zusätzlichen Beamten in den Gebäuden in den Stadtteilen unter und haben an einigen Standorten auch die mittelfristige Option zu erweitern“, sagt Bernd Lohse. Mehr Platz wird es auch in der Alemannenstraße geben. Die rund 30 Mitarbeiter der zum Landespolizeiamt gehörenden Ordnungswidrigkeitenstelle ziehen zunächst ins Industriegebiet Süd um, sie sollen später dann ins Gebäude des heutigen 2. Polizeireviers am Hansaring ziehen (der Courier berichtete). Zudem ist ein weiterer Anbau an der Alemannenstraße geplant.

„Wir sind immer bemüht, das Image der Polizei zu verbessern. Und dazu trägt diese Reform bei“, sagt Bernd Lohse.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 07:30 Uhr

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