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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 08:57 Uhr

Padenstedt : Die Stimmung bei den Campern ist gut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ob am Forellensee in Padenstedt, am Staatshof oder in Bornhöved: Die Menschen nehmen die Wetterkapriolen gelassen. Es wird weniger gezeltet.

Padenstedt | Jetzt scheint mal wieder die Sonne, aber ansonsten zeigt der Sommer seine kalte Schulter: Gewitter, Stürme, Regen und Temperaturen, die nachts weit unter die 20-Grad-Grenze fallen. Doch die Camper in Bornhöved, Padenstedt und am Staatshof (Silbersee) in Neumünster lassen sich nicht die Laune verderben.

„Wir sind jetzt seit 40 Jahren hier auf dem Platz. Und im Schnitt hatten wir wohl die Hälfte dieser Zeit Sommer wie diesen“, erklärt Roland Bonnke (66) aus Neumünster, der mit seiner Frau Dagmar (63) am Silbersee sein Sommerdomizil aufgeschlagen hat, gelassen. „Früher, als die Kinder noch klein waren, bin ich sogar von hier aus zur Arbeit gefahren. Und es gibt doch nichts Schöneres, als ein Gewitter im Wohnwagen“, berichtet er weiter.

Ebenso gelassen sehen es auch die Nachbarn Hans-Rainer Schmidt (72) und seine Frau Birgit, die sich vor 19 Jahren für die ruhige Atmosphäre am Staatshof entschieden haben. „Hier ist es fast wie in einer Kleingartenanlage. Aber es gibt nicht so viele Regeln.
Außerdem würde uns der See fehlen. Heute fahren wir zum Schlafen allerdings in der Regel nach Hause“, erklären die beiden Neumünsteraner schmunzelnd.

„Der Sommer ist nicht doll. Aber die Stimmung ist dennoch gut. Und sobald die Sonne rauskommt, sind die Leute im Wasser“, bestätigt Manuel Bruch, der mit seinem Vater Manfred den Familien-Campingplatz Forellensee in Padenstedt betreibt. Hier richteten sich gerade die Krügers in ihrem neuen Zelt ein. „Es ist unser erster Familienurlaub, und wir zelten auch zum ersten Mal. Deshalb sind wir schon ganz gespannt, wie das so werden wird. Natürlich hoffen wir jetzt auf warmes Wetter. Denn zu fünft mit Hund wird es im Zelt sonst wohl doch zu eng“, mutmaßen die Eltern Jane (37) und Heiko (42), die mit Justin (9), Celine (12) und Lilly Marleen (7 Monate) aus Mustin bei Ratzburg angereist sind.

„Zelten ist nicht mehr so angesagt. Das machen eigentlich nur noch die Fahrrad-Touristen, die hier auf ihrer Tour auf dem ,Mönchsweg‘ eine Nacht bleiben“, erzählt Hans-Jürgen Curow (72), der seit 24 Jahren den Campingplatz „Idyll“ in Bornhöved betreibt. In den vergangenen Jahren sei Dauercamping stark rückläufig gewesen. „Doch zurzeit ist es wieder im Kommen, weil die Leute weniger ins Ausland reisen“, erklärte er. Einen starken Zuwachs gebe es zudem aus den Reihen der Urlaubscamper, die mit dem Wohnmobil unterwegs seien. „Das Reisemobil hat sich
definitiv gegen den Wohnwagen durchgesetzt. Denn die Mobilität ist den
Menschen immer wichtiger“, lautet
sein Fazit.  




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