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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

Jugendhilfeausschuss : Die Mehrheit will das neue AJZ im Vicelinviertel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ausschuss erhofft sich vom Jugendzentrum positive Impulse für das Problemviertel

Neumünster | Das Tauziehen um den Ausbau der ehemaligen Textilfabrik an der Anscharstraße zum neuen Sitz des Kinder- und Jugendtreffs AJZ (Aktion Jugendzentrum) geht weiter. Der Jugendhilfeausschuss sprach sich am Dienstagabend trotz der drastisch gestiegenen Kosten für das Konzept der Stadt aus – allerdings bei drei Gegenstimmen aus der CDU. Das AJZ  war gestern Thema im Finanzausschuss und steht heute Abend auch im Bauausschuss auf der Tagesordnung.

Das im Grundsatz schon beschlossene Projekt war in der vergangenen Woche in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass sich die veranschlagten Baukosten durch eine geänderte Raumaufteilung drastisch erhöhen. Statt mit 2,1 Millionen Euro rechnet die Stadt jetzt mit 3,1 Millionen Euro (der Courier berichtete).

CDU-Ratsfrau Babett Schwede-Oldehus begründete das Nein ihrer Fraktion zu den Plänen. Das AJZ leiste zwar „eine gute und wichtige Arbeit“, die Politik müsse jedoch auch die anderen Stadtteile im Blick behalten, mahnte die Ratsfrau angesichts der Kostensteigerung. Außerdem sei offen, wie sich die Planungen auf den Personalbedarf auswirken oder ob es Doppelstrukturen mit dem Bildungszentrum Kieler Straße gebe, so Schwede-Oldehus.

Die Mehrheit im Ausschuss sah das anders. Esther Hartmann (BFB) verwies ebenso wie Dietrich Mohr (SPD) auf das schwierige soziale Umfeld im Vicelinviertel. Das AJZ habe tiefgreifende Erfahrungen mit der Jugendarbeit in schwierigem Umfeld und stelle einen wichtigen Eckpfeiler in der Sozialarbeit des Viertels da. Der Umzug komme angesichts der wachsenden Probleme im Quartier gerade rechtzeitig. „Es ist eine Menge Geld, aber ich kann mir keinen wirkungsvolleren Ort für das AJZ vorstellen“, sagte Esther Hartmann.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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