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Holsteinischer Courier

25. März 2017 | 12:30 Uhr

Polizeibericht : Die Einbrecher kamen am frühen Abend

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Täter verwüsteten ein Haus in Einfeld. Die Opfer warnen vor Sorglosigkeit.

Neumünster | Viele Anwohner in Einfeld sind in Sorge. Nach einem Einbruch in ein Einfamilienhaus in einem Wohngebiet in Seenähe fürchten sie unliebsamen Besuch – zumal es in der Nachbargemeinde Mühbrook (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kürzlich auch noch einen versuchten Einbruch gab. Doch die Polizei sieht kein vermehrtes Tataufkommen.

Das Ehepaar aus Einfeld war am vergangenen Freitag nur für knapp zwei Stunden am frühen Abend außer Haus. „Gegen 17.45 Uhr sind wir losgefahren, um 19.30 Uhr waren wir zurück“, erzählen der Mann und die Frau, die beide Mitte 60 sind. Als sie in ihr Haus kamen, war dort alles verwüstet. Schubladen waren herausgezogen, der Inhalt von Schränken und Kommoden lag auf dem Fußboden. Der oder die unbekannten Täter waren bis in den ersten Stock ins Schlafzimmer vorgedrungen. Dort hatten sie bei ihrer Suche nach Wertsachen sogar so gewütet, dass das Bett der Eheleute zerstört wurde. „Das sah hier aus wie nach einem Wirbelsturm“, berichtet die Frau noch völlig erschüttert. Der Kater des Hauses war in Panik aus dem Haus geflohen und tauchte erst nach langem Suchen wieder auf. Sofort rief das Paar die Polizei, die schnell zur Spurensicherung eintraf. Wenig später war klar: Die Einbrecher hatten erst vergeblich versucht, die Haustür aufzuhebeln. Doch die hielt stand. Nicht so die Terrassentür. Mit wenigen Griffen waren die Täter im Haus. Von den Nachbarn bemerkte niemand etwas.

Auch Tage nach dem Einbruch ist noch nicht ganz klar, was alles gestohlen wurde. Immer wieder bemerkt das Ehepaar, dass ihm etwas fehlt. Sicher ist: Die Täter nahmen mit, was wertvoll und gut zu transportieren ist. So fehlen vor allem viel Schmuck – auch viele Erbstücke aus der Familie –, Armbanduhren und Krawattennadeln. Sogar die Eheringe, die zu klein geworden waren, nahmen die Täter aus den Vitrinen. Sie steckten eine Kamera ein sowie zwei Stangen Zigaretten. Aus einem Album wurden die Münzen herausgenommen. Außerdem fanden die Unbekannten 500 Euro Bargeld in einem Schrank. „An vielen Sachen hängen Erinnerungen dran. Das tut wirklich weh“, sagen die Opfer. Außerdem leiden sie darunter, dass alles durchwühlt wurde. „Ich wasche seit Tagen all die Handtücher und die Bettwäsche, die sie herausgerissen haben. Ich lege nichts in den Schrank zurück, was die angefasst haben“, so die Frau.

Die beiden Einfelder wollen unbedingt davor warnen, mit dem Thema Einbruch zu unbesorgt umzugehen. „Ich habe an dem frühen Abend nicht mit so etwas gerechnet. Sonst hätte ich die Jalousien heruntergelassen“, sagt die Frau. Sie ist durchaus besorgt, weil sie bemerkt hat, dass Nachbarn schon mal die Fenster gekippt lassen, wenn sie nicht zu Hause sind.

Polizeisprecher Sönke Hinrichs weiß von der Tat in Einfeld und bestätigte den Einbruchversuch am 26. Februar im benachbarten Mühbrook. Erhöhte Einbruchzahlen oder gar eine Serie sieht die Polizei nicht. In den vergangenen vier Wochen zählte die Polizei 13 Taten in Neumünster und den Umlandgemeinden – ein „völlig normales Aufkommen“, so Hinrichs. Acht Fälle ereigneten sich verteilt über das Stadtgebiet von Neumünster, davon waren die Hälfte Versuche. Vier Mal waren Einbrecher in Bordesholm unterwegs (zwei Versuche), und einmal probierten sie es vergeblich in Mühbrook. Gute Tür- und Fensterverriegelungen sowie aufmerksame Nachbarn hält die Polizei für den besten Schutz. 
 

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erstellt am 08.Mär.2017 | 12:15 Uhr

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