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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

Friedrich-Ebert-Krankenhaus : Die Ambulanz ist die Visitenkarte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dr. Alexander Adelhelm ist der neue ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme im Friedrich-Ebert-Krankenhaus.

Neumünster | Viele Patienten lernen das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in der Notfallambulanz kennen. „Das ist unsere Visitenkarte“, sagt der ärztliche Direktor des FEK, Dr. Ivo Heer, Mit FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen stellte Heer gestern den neuen ärztlichen Leiter der Notfallambulanz vor: Dr. Alexander Adelhelm.

Der 44-jährige Chirurg war zuvor an unterschiedlichen Hamburger Kliniken tätig und steht vor der schwierigen, aber deshalb auch reizvollen Aufgabe, die organisatorischen Abläufe so zu verbessern, dass die Patienten besser diagnostiziert und überwacht werden können. Wenn in vier Jahren dann der Neubau steht, „wird das eine der modernsten Notaufnahmen in Europa sein“, ist Alexander Adelhelm überzeugt.

FEK-Direktor Ivo Heer hält große Stücke auf den Neuen: „Für große Projekte braucht man Menschen, die das umsetzen“, sagt Heer. Adelhelm, der einen neunjährigen Sohn hat und dessen Frau als plastische Chirurgin in Hamburg arbeitet, scheint dafür durch seine Qualifikationen gut gerüstet. Er ist nicht nur Allgemeinchirurg, sondern auch Facharzt in den Unterdisziplinen der Viszeral-Chirurgie (Eingeweide) und der Proktologie (Enddarm-Chirurgie). Außerdem hat er ein Betriebswirtschaftsstudium absolviert und ist Certified Medical Manager. „Davon profitiere ich jetzt sehr, weil wir künftig auch viel über Organisationsprozesse reden“, sagt Adelhelm.

Mit ihm endet das bisher angewandte Rotationsprinzip mit wechselnden Oberärzten an der Spitze. Das feste Team der Notfallambulanz wird Anfang 2017 um einen internistischen Oberarzt ergänzt, der dann auch Adelhelms Stellvertreter wird. 30 Pflegekräfte kümmern sich rund um die Uhr um die Patienten. Dazu kommen weitere Ärzte, die von den anderen FEK-Kliniken als feste Kontingente abgestellt werden. Gestern Nachmittag waren etwa zwei Internisten, ein Allgemein- und ein Unfallchirurg und ein Neurologe im Einsatz.

Der hohe personelle Ansatz ist nötig, denn die Patientenzahlen in der Notaufnahme steigen jedes Jahr um etwa 3 Prozent. „Wir behandeln im Jahr 20  000 ambulante Notfälle. Vor zehn Jahren waren es 10  000, also die Hälfte“, sagt Alfred von Dollen. Das FEK sei als städtisches Krankenhaus eben sehr schnell erreichbar. Finanziell rechne sich das nicht für das FEK. „Wir bekommen im Schnitt 32 Euro pro ambulantem Notfall, bräuchten aber das Dreifache“, sagt von Dollen.

Ein Problem haben alle Notaufnahmen, nicht nur das Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Sie werden durch Patienten über Gebühr belastet, die mit Bagatellbeschwerden wie Insektenstichen oder Schnupfen kommen. Das bindet die endlichen Ressourcen und geht zu Lasten der echten Notfälle, etwa Patienten mit Herzinfarkten oder Schlaganfällen.

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erstellt am 05.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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