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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Grosser Andrang : Der Tierpark voller Pokémon-Jäger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr als 600 Besucher gingen am Freitagabend zwischen Eisbärengehege und Pinguin-Anlage mit dem Handy auf Jagd.

Neumünster | Die Überraschung und Freude stand Tierpark-Chefin Verena Kaspari am Freitagabend ins Gesicht geschrieben, als wenige Minuten vor 19 Uhr ungefähr 150 Fans des schwer angesagten Handy-Spiels „Pokémon Go“ trotz Nieselregens an der Kasse standen, um ihrem neuen Hobby zwei Stunden lang im Tierpark zu frönen. Am Ende waren mehr als 600 Gäste von 3 bis über 65 Jahren im Tierpark, die meisten in kleinen Gruppen mit stetigem Blick auf ihre Displays.

Verena Kasparis erste Reaktion am Freitagabend: „Wir brauchen eine zweite Kasse.“ Der Tierpark wollte mit dieser Sonder-Veranstaltung nach Geschäftsschluss auf das weltweite Fieber reagieren, weil es im Gelände mindestens 15 Pokéstops (siehe Infokasten) gibt. „Wir waren selbst überrascht, wie viele dieser virtuellen Fabelwesen bei uns hausen. Dazu haben wir eine gute Logistik, das Bistrorant, extra Ladestationen für Handys und Tabletts und ein sicheres Gelände“, sagte Verena Kaspari. Aber so eine Resonanz hatte sie nicht erwartet.

Antonia Lemke und Lia-Annabel Schäfer (beide 15) meinten, im Tierpark gebe es deshalb so viele Pokémon, „weil es ja auch Tiere sind“. Einige Jungen hielten dem entgegen, in der Innenstadt gebe es noch mehr dieser Fabelwesen. Die muss man mit dem Handy „einfangen“.

Stefani Müller war mit Sohn Momme (10) und dessen Freunden unterwegs. Aber Niklas (11), Jonas (8) und Bennet (13) hatten keine Zeit, der Mutter das Spiel zu erklären. Mit konstantem Blick aufs Display ging es auf die Jagd nach „Ratzfraz“, „Bluzuk“, „Evoli“, „Hornilu“, „Nidoran“ oder „Taubsi“. Insgesamt gibt es mehr als 150 dieser Fabelwesen.

Jessica Rissman (26) aus Groß Vollstedt zeigte sich schon optisch als Pokéman-Fan mit einem gelben Vollkörper-Pokémon-Kostüm. Nadine Schlünsen (26) war mit Tochter Selina (4) und Celeste Speer (22) unterwegs. Sie hatten noch ein anderes Motiv für ihren Besuch: „Für drei Euro kommt man sonst nicht in der Park. Nur schade, dass alle Tiere in ihren Ställen sind.“ Bei den Pinguinen hatten sie Glück, denn die waren draußen, wenn auch etwas schläfrig. Bei der Spiel seien sie keine Profis, aber wenn sie raus gingen, dann auch mit dem Handy auf die Jagd.

Jasmin Wacker aus Segebeg war wie viele andere mit einem Tablet-Computer auf der Suche: „Da hat man eine bessere Übersicht“, meinte sie. Ihre umstehenden Verwandten erklärten: „Die Ausbeute ist ganz gut hier im Tierpark.“ Das sahen sicher auch andere so, denn die Autokennzeichen auf dem Parkplatz reichten von Eckernförde bis Ratzeburg, von Kiel bis zur Westküste. Das Resümee von Verena Kaspari am Ende: „Das war klasse, alle hatten Spaß und waren gut drauf. Das wollen wir wiederholen. Vielleicht sogar noch in den Ferien.“




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