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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 18:31 Uhr

Das THW ist weg : Der Lager-Abbau erfolgte in Rekordzeit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Wochenende wurde das Gelände der Holstenhallen wieder freigegeben. Die Helfer spendeten 200 Pakete Lebensmittel an die Tafel.

Neumünster | Wäre Zeltlager-Rückbau eine olympische Disziplin, hätte das Technische Hilfswerk (THW) am Wochenende sicher die Goldmedaille geholt. Zwölf Tage dauerte der Aufbau für das Bundesjugendlager in den Holstenhallen mit über 4000 Teilnehmern, aber gerade einmal vier Tage der von der Facheinheit „Bereitstellungsraum Nord“ organisierte Abbau. Am Sonnabendabend verschwanden die letzten blauen Fahrzeuge. Nach einem Helfer-Frühstück am Sonntag gab Hauptorganisator Oliver Tiedemann vom Ortsverband Lehrte das Gelände an der Justus-von-Liebig-Straße wieder frei, sodass am Sonntag der große Flohmarkt (siehe Seite 11) stattfinden konnte.

„Der Rückbau funktionierte in Rekordzeit. Hier hat sich jeder auf seine Aufgabe konzentriert und sie rasch erledigt“, lobte Tiedemann am Sonnabendmittag. Dabei wurde das Areal sogar noch ein wenig aufgehübscht, mit Kies ausgebessert, und das THW erledigte einige kleinere Umgestaltungs-Wünsche der Hallenbetriebe. „Wir hatten ja das schwere Gerät vor Ort“, sagte Tiedemann lachend. 130 Helfer waren am Wochenende noch dabei, um mit anzupacken, vor allem aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein. So rollten die Jugendlichen aus dem niedersächsischen Hoya die 18 Kilometer Fernmeldekabel für die internen Telefone wieder ein, ein Bagger vom Ortsverein Preetz entsorgte den letzten Sand aus den Sandsäcken. Voraussichtlich morgen oder übermorgen soll auch das Lager in der ehemaligen Hindenburg-Kaserne geräumt sein. Dort trocknen noch 42 Zelte, die dann anschließend mit Lastern ins Zentrallager nach Heiligenhaus bei Düsseldorf transportiert werden.

Unterstützung beim Ausräumen der Lager-Küche bekamen die THWler am Sonnabend von Jürgen Wulf, Sergej Bachmann und Jürgen Wildschütte von der Tafel. Von den riesigen Mengen Lebensmitteln für die Lunchpakete der Jugendlichen waren 620 Frikadellen, fast 1500 Bockwürste und mehr als 3200 Sandwiches mit Käse, Pute, Kochschinken und Salami übrig geblieben – alles eingeschweißt und gut verpackt in mehr als 200 Kartons. Die spendete das THW an die Einrichtung. Drei Mal konnte das Trio den Sprinter der Tafel randvoll füllen. „Das ist echt klasse. Die Lebensmittel werden am Montag, Donnerstag und Freitag an die Bedürftigen mit verteilt“, sagte Jürgen Wildschütte. Bereits am Donnerstag hatte das THW 1300 Stück Obst an die Tafel gespendet und übergeben.

Für das Technische Hilfswerk war das 16. Bundesjugendlager nach Aussage von Sprecher Florian Gottschalk ein voller Erfolg: „Es haben sich viele neue Freundschaften entwickelt. Die Stadt hat sich fantastisch präsentiert, und wir sind mit der Logistik mehr als zufrieden. Es ist fast nichts kaputtgegangen.“ Eine große Nachbesprechung mit allen Beteiligten soll am 17. und 18. September in der THW-Bundesschule in Baden-Württemberg stattfinden.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 12:00 Uhr

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