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Theater in der Stadthalle : Der kleine Robin kam ganz groß raus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

350 Besucher quittierten am Sonnabend bei „Robin Hood junior“ die großartige Leistung der Schauspieler aus Itzehoe mit donnerndem Applaus.

Neumünster | Seine Taten als Vorkämpfer für soziale Gerechtigkeit sind weltweit bekannt. Robin Hood klaut bei den Reichen und verteilt die Beute an die Armen. Viele Dramen, Romane, Opern und Fernsehfilme beschäftigen sich mit der Legende um den Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest. Doch was machte der junge Robin eigentlich in seiner Jugend? Das beantwortete das Theater Lichtermeer aus Itzehoe am Sonnabendnachmittag kindgerecht und mit sehr viel Erfindungsreichtum. Gut 350 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern verfolgten im Theater in der Stadthalle ein dynamisches Musical mit Elementen der Puppenspielerei aus der Feder von Jan Radermacher und Timo Riegelsberger.

Der junge Robin (Valentino Karl) trifft zu Zeiten von Rittern und Prinzessinen im Wald auf den Bären Tatze, das Wildschwein Schwarte und das Eichhörnchen Little John. Sie erzählen ihm, dass sie eigentlich Edelmänner sind, aber von einer Hexe (Dominik Niedermaier) im Auftrag des bösen Sheriffs von Nottingham (Helge von Hove) verzaubert wurden. Doch der Fluch kann gebrochen werden, wenn jedem Tier der richtige Pfand zugeordnet wird, den der raffgierige Sheriff zuvor gestohlen hatte. Das Abenteuer beginnt. Unterstützung erhält Robin dabei von der Maid Marian (Ebba Ekholm), die als Dienstmädchen vom Sheriff auf der Burg arbeiten muss. Sie täuscht ihren Dienstherrn, der nach einem falschen Hinweis seinen tölpeligen Laufburschen Dewitt (Bastian Kohn) anweist, alle Wachen in die falsche Richtung in Bewegung zu setzen, um Robin zu fangen. Denn: Wird der Bann gebrochen, bedeutet das auch seinen Untergang.

Es kommt schließlich, wie es kommen musste: Robin findet mit Hilfe seiner Freunde nicht nur die vier Pfandstücke, sondern erkennt in einem Tier auch noch seinen ebenfalls verzauberten Vater. Der Sheriff wird in einem gekonnten Bühnentrick zur Schlange, die aus dem Burgfenster fliegt.

Die Schauspieler, die alle mindestens Doppelrollen einnahmen, zeigten in dem wunderbar einfachen und doch imposanten, wandelbaren Bühnenbild ihr Können auch als Puppen- und Marionettenspieler. Besonders süß: Little John, der auch nach dem Ende des Fluchs ein Eichhörnchen bleibt – denn er hat in den Bäumen des Waldes seine große Liebe gefunden und erwartet nun Nachwuchs. Mit einem Freudentanz schließlich endet die Geschichte

Mit minutenlangem Applaus und Füßetrampeln dankte das Publikum den Darstellern unter der technischen Leitung von André Hajda. Die Crew gab im Anschluss noch eine Autogrammstunde.

„Toll, ganz toll“, meinte im Anschluss Kjell Witt (4) aus Hohenfelde (Kreis Steinburg), der mit seiner Mutter Sünje Witt-Koglin und Oma Ellen Poppe gekommen war. „Wir haben auch schon ‚Peter Pan‘ und ‚Das Dschungelbuch‘ vom Theater Lichtermeer gesehen und sind immer wieder begeistert“, stellte Ellen Poppe fest.

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erstellt am 06.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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