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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 03:07 Uhr

Grippe-Zeit : Der Impfstoff wird schon weniger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jetzt steht die Grippe- und Erkältungs-Zeit wieder an.

Neumünster | Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen: In den Wartezimmern der Hausarzt-Praxen in der Stadt nehmen die Patienten mit Erkältungssymptomen nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt in den vergangenen Tagen wieder zu. „Das ist immer ein Anzeichen dafür, dass nun auch die Grippe-Zeit vor der Tür steht“, sagt Susanne Jessen, Medizinisch-Technische Assistentin und Impf-Expertin bei der Behörde. Sie rät in Übereinstimmung mit vielen Medizinern: Vor allem ältere Menschen, Immungeschwächte, Schwangere und Personen, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben, sollten sich jetzt gegen die sogenannte Influenza impfen lassen.

„Die meisten Grippe-Fälle gibt es in der Regel im Dezember, Januar und Februar, aber der Impfstoff benötigt auch 14 Tage, bis er wirkt“, sagt Susanne Jessen. Nicht nur deshalb werde es Zeit für „den kleinen Pieks“. „Der Impfstoff, den die Krankenkassen bezahlen, wird langsam schon weniger“, erklärt sie. Die Kosten für die Impfung, die jeder Hausarzt und einige Fachärzte vornehmen, tragen nämlich in der Regel die Krankenkassen.

Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus ist eine Impfung für alle rund 2000 Angestellten eigentlich angeraten, auch zum Beispiel in der Kantine oder im Kindergarten. „Leider stagniert seit Jahren die Zahl derjenigen, die sich bei mir impfen lassen“, bedauert Betriebsärztin Dr. Sabine Grunow. Positives Vorbild seien vor allem die Ärzte. „Hier liegt die Quote bei über 80 Prozent“, sagt Sabine Grunow. Seit fast 20 Jahren kümmert sich die Medizinerin um den vorbeugenden Schutz per Spritze für die FEK-Mitarbeiter, und sie kann von keinem einzigen Patienten berichten, dem es nach der Impfung wirklich schlecht gegangen sei: „Die Impfstoffe heutzutage, gerade auch gegen Grippe, sind alle sehr gut verträglich.“

Das Gesundheitsamt der Stadt informiert unter dem Motto „Neumünster sucht den Impfpass“ am Wochenende 12. und 13. November übers Impfen auf der Messe „Gesund + Aktiv Schleswig-Holstein“ in den Holstenhallen. „Die Besucher können bei uns mit ihrem Impfpass vorbeikommen. Wir prüfen dann, was aufgefrischt werden sollte“, sagt Susanne Jessen.

Nach Angaben der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland jedes Jahr zwischen zwei und zehn Millionen Menschen an Influenza. Die Symptome der Krankheit sind plötzliches Fieber, Muskel- und/oder Kopfschmerzen, später ein trockener Reizhusten. Allerdings erkranken längst nicht alle Infizierten. Als Faustregel gilt: Etwa ein Drittel der Infizierten erkrankt mit den Symptomen, ein Drittel zeigt eine mildere Symptomatik, ein Drittel entwickelt gar keine Symptome.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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