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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Holstenschule : Der Ikarus ist wieder da

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das vor fünf Jahren überpinselte Gemälde von Hilmar Friedrich ist restauriert worden

Neumünster | Die Signatur trägt nun die Jahreszahlen 1976 und 2016 – „Ich habe den Ikarus im Grunde ja auch zum zweiten Mal geschaffen“, sagt Künstler Hilmar Friedrich (77). Jetzt ist sein vor 40 Jahren im Physiktrakt der Holstenschule entstandenes Gemälde wieder sichtbar. 2011 wurde es bei Modernisierungsarbeiten in der Schule irrtümlich überpinselt (der Courier berichtete).

Statt der kalkulierten zwei Wochen dauerte die Freilegung des übermalten Ikarus durch eine Paderborner Restauratorenwerkstatt nun doch einen ganzen Monat. „Letzte Hand habe ich am Dienstag angelegt“, sagt Friedrich, der die nicht mehr zu rettenden Teile seines Werkes ergänzte. Das waren gut und gerne 30 Arbeitsstunden. Der Künstler hängt an seinem Werk. „Für mich war der Ikarus immer Sinnbild für Überheblichkeit und Selbstanmaßung“, sagte er.

„Dass Hilmar Friedrich aus Verbundenheit zur Holstenschule kein Honorar nimmt, ist ihm hoch anzurechnen“, sagte Schulleiter Arno Engelmann. 38 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung 2004 wirkte Friedrich an der Holstenschule als Kunsterzieher. Der Ikarus sei auch ein Stück Schulgeschichte der Holstenschule, sagte Engelmann, der selbst seine Schulzeit dort verbrachte und seit 2009 Schulleiter ist.

Auch Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras schaute sich den wiederauferstandenen Ikarus an. „Wir freuen uns, dass die Geschichte ein gutes Ende gefunden hat“, sagte Tauras. Dass es so lange gedauert hat, lag auch an der schwierigen Suche nach Sponsoren. „Am Ende ist da Geld zusammen gekommen“, sagte Tauras. Mit jeweils vierstelligen Summen engagierten sich die Volksbank und der DOC-Betreiber McArthur Glen an den Kosten der Restaurierung. 

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erstellt am 02.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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