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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 06:57 Uhr

Bordesholm : Der Baum soll erhalten bleiben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine Wurzelbehandlung für die Buche könnte eine Lösung sein.

Bordesholm | Die Bordesholmer Verwaltung hat sich mit dem Baumsachverständigen Hartwig Kahnt aus Flintbek getroffen, um über die Zukunft der Buche am Fahrradständer beim Bahnhof sprechen. In Betracht kommt demnach eine „Wurzelbehandlung“, wie Ilona Ingwersen vom Bauamt mitteilte: „Das Wurzelwerk muss frei gelegt werden, damit es sichtbar wird. Dann kann man entscheiden, welche Wurzeln gekappt werden müssen. Relevant sind Wurzeln ab Fingerdicke.“

Das Pflanzplateau, auf dem sich der etwa 30 Jahre alte Baum befindet, muss dafür abgebaut werden. „Wie Archäologen müssen wir dann vorsichtig in die Tiefe gehen, um die Wurzeln nicht zu beschädigen“, schilderte Ilona Ingwersen das mögliche Vorgehen. „Das Ziel der Verwaltung ist der Erhalt des Baumes. Aus Sicht des Gutachters ist das möglich“, sagte sie weiter. Die rechteckige Pflanzinsel und abgestellte Fahrräder am neu errichteten überdachten Radständer nehmen vom Bürgersteig so viel Platz ein, dass es für Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle eng wird (der Courier berichtete). „Ein Rückbau um 30 Zentimeter ist das Idealmaß“, sagt Ilona Ingwersen. Die Gefahr beim Wurzelrückschnitt liegt darin, dass zu viel des für die Nährstoffzufuhr und Verankerung zuständigen Pflanzenteils gekappt wird und der Baum stirbt. „Eine Alternative ist die Sperrung von zehn Radparkplätzen“, sagte sie weiter. Dann wären allerdings Fördermittel in Gefahr. Dennoch könnte das zumindest für die Übergangszeit bis zum Frühjahr eine passable Lösung sein, denn vorher darf man an die Wurzeln nicht heran. Zunächst sollen Hinweisschilder aufgestellt werden, die auf die Verengung hinweisen und die Umgehung des Radständers empfehlen.

Die Verwaltung hat eine Vorlage für die Politik ausgearbeitet. Am Donnerstag, 24. November, wird das Thema im Umweltausschuss besprochen. 

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