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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 01:32 Uhr

Aukrug / Wasbek : Den Film sehen, dann Geld spenden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Wasbek werden Aufnahmen und Fotos aus dem „Masai Mara“-Naturschutzgebiet gezeigt. Es werden auch Spenden für Schulausbildung kenianischer Mädchen gesammelt.

Aukrug | Die Darsteller seiner bekanntesten TV-Filme waren die Haselmaus und die Wasserspitzmaus. In Kenia hatte Tierfilmer Joachim Hinz nun Elefanten, Gnus und Löwen vor der Kamera. Nach einer gemeinsamen Fotosafari durch das „Masai Mara“-Naturschutzgebiet laden Joachim Hinz und Dr. Gerd Bunzel am Freitag, 29. April (19 Uhr), zu einem Vortrags-, Foto- und Filmabend in Kühls Gasthof in Wasbek ein (Eintritt frei). Mit der Veranstaltung wollen sie Spenden für die Schulausbildung kenianischer Mädchen sammeln.

„Das war Spannung live“, sagen Hinz und Bunzel über ein Naturschauspiel, das sie vor einem Dreivierteljahr am Mara-River in Kenia erlebten, als Tausende von Gnus und Zebras einen Flussabschnitt durchquerten, in dem es vor Krokodilen nur so wimmelte. „Von 400 Zebras mussten maximal zwei dran glauben, was dann jedes Mal ein Festschmaus für die Krokodile war“, erzählt Hinz.

Der Aukruger Hinz und der Wasbeker Bunzel waren nicht die einzigen Augenzeugen dieses blutigen Spektakels: „Da hatten sich Touristen aus aller Welt versammelt, die alle auf den entscheidenden Moment warteten.“ Hinz und Bunzel absolvierten zu diesem Zeitpunkt gerade eine einwöchige Fotosafari durch das „Masai Mara“-Naturschutzgebiet. „Mit meiner Frau Angela mache ich schon seit 1984 in Kenia Urlaub“, berichtet Berufsschullehrer Hinz. „Kenia ist praktisch unsere zweite Heimat.“

Antrieb für die Fotosafari im August 2015 war „unsere gemeinsame Leidenschaft für abenteuerliche Reisen, Filmen und Fotografieren“, sagt Bunzel, der als Mitglied der Hilfsorganisation „German Doctors“ schon in diversen Entwicklungsländern im Einsatz war. Gemeinsam auf Fotosafari waren der Aukruger Tierfilmer und der Wasbeker Hobby-Fotograf auch schon im Kongo (2012) und auf Sumatra (2013). Beide Male entstanden dabei abendfüllende Dokumentarfilme über exotische Tierwelten, die anschließend in Kühls Gasthof in Wasbek Premiere feierten. Genauso sollen nun auch die spektakulären Bilder der Kenia-Fotosafari öffentlich präsentiert werden.

Beim Filmabend in Kühls Gasthof wird Bunzel einen Vortrag über die politische und wirtschaftliche Lage Kenias halten und dabei seine schönsten 150 Safari-Fotos zeigen. „Den Kenianern geht es besser als den Menschen der umliegenden Staaten, und man spürt bei der Bevölkerung einen enormen Bildungshunger“, sagt Bunzel. „Der Tourismus ist für das Land lebenswichtig.“ Um Touristen und Einheimische geht es auch im ersten Teil des 90-minütigen Films, den Joachim Hinz anschließend vorstellt. Der Aukruger hat am „Diani Beach“-Traumstrand 35 Kilometer südlich von Mombasa drei Kenianer porträtiert, die vom Tourismus leben. Im zweiten Teil des Dokumentarfilms wird das Leben in einem Maasai-Dorf geschildert, ehe die kenianische Tierwelt in spektakulären Bildern zu sehen sein wird. Bekannt ist der Aukruger aber als Experte für aufwändig inszenierte Porträts von kleineren Tierchen wie Steinkauz (1984), Sandlaufkäfer (1991), Spinnen (1992), Wasserspitzmaus („Kleiner Jäger ganz groß“, 2003) und Haselmaus („Kleiner Langschläfer hellwach, 2014“).

Mit seinem Ausflug in die Welt der „großen Tiere“ will der renommierte Tierfilmer der Jugend in Kenia helfen. Durch seine Kontakte in das Land könne er garantieren, dass das Geld an den richtigen Stellen ankommt.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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