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Landtagswahl : Das sind die Kandidaten im Wahlkreis 9 / Rendsburg-Ost

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Acht Kandidaten gehen ins Rennen.

Ehndorf | Der Courier stellt die Direktkandidaten für die Landtagswahl am 7. Mai in den für die Umlandgemeinden relevanten Wahlkreisen vor. Heute: der Wahlkreis 9  /  Rendsburg-Ost. Dazu gehören Kronshagen, Wasbek, Amt Achterwehr, Amt Bordesholm, Amt Flintbek, Amt Molfsee, Amt Nortorfer Land und Arpsdorf, Aukrug, Ehndorf sowie Padenstedt. Hier treten die folgenden acht Kandidaten an:

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  Hauke Göttsch geht für die CDU ins Rennen. Der 52-jährige Diplom-Agraringenieur lebt mit seiner Frau in Ehndorf und ist dort seit 2013 Bürgermeister. Seit 2009 ist er Landtagsabgeordneter und wurde bei den Wahlen 2009 und 2012 direkt gewählt. Zu den Schwerpunkten seiner Politik gehört die Bildung. „Ich möchte für jedes Kind die beste Bildung und nicht für jedes Kind die gleiche. Der Mensch beginnt nicht erst mit dem Abitur. Wir müssen alle Schulabschlüsse stärken“, sagt Göttsch. Auch eine erfolgreiche Energiewende ist sein Thema: „Wenn wir unsere Vorreiterrolle bei der Energiewende nicht verlieren wollen, dürfen wir die Akzeptanz der Menschen vor Ort nicht aufs Spiel setzten. Ich setze mich daher für angemessene Abstandsregelungen beim Ausbau der Windenergie und eine Begrenzung des Wildwuchses ein.“ Außerdem will Hauke Göttsch sich für solide Finanzen, eine zukunftsfähige Landwirtschaft, gegen den Stellenabbau bei der Polizei und für eine starke Wirtschaft einsetzen.

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 Dr. Ralf Stegner ist der SPD-Kandidat im Wahlkreis 9. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Deutsch. Ralf Stegner lebt in Bordesholm, ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Der 57-Jährige war bereits Innenminister und Finanzminister in Schleswig-Holstein. Stegner ist Landesvorsitzender der SPD, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und seit 2014 stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD. Soziale Gerechtigkeit ist eines von Stegners Hauptanliegen. „Soziale Gerechtigkeit ist auch die wichtigste Ursachenbekämpfung für viele Entwicklungen, die die Menschen heute als bedrohlich empfinden und die ja auch bedrohlich sind“, sagt er. Die Kosten für die Kindertagesstätten sind eines seiner Themen. „Ich habe für das Kita-Geld und den Einstieg in die Beitragsfreiheit gekämpft und werde nicht nachlassen, bis wir dieses Ziel endlich erreicht haben“, erklärt Ralf Stegner. „Für mich muss Politik ganz im Sinne Willy Brandts die Lebensbedingungen für alle Menschen verbessern.“

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 Direktkandidat für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 9 ist Dr. Martin Lätzel. Er ist Ministerialbeamter und lebt in Molfsee-Schulensee. Der studierte Theologe ist auch Publizist und Autor. Der 46-Jährige ist Referatsleiter im Landesministerium für Justiz, Kultur und Europa. Lätzel ist Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Rendsburg-Eckernförde. Die wichtigsten Themen für ihn sind die Armutsbekämpfung, Ausbildung, Bürgerrecht und soziales Handeln sowie Kunst und Kultur.

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 Die Unternehmerin Regine Schlegelberger-Erfurth aus Flintbek tritt für die FDP an. Die 62-Jährige ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Sie ist Kreistagsabgeordnete, Gemeindevertreterin und ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz in Flintbek aktiv. Am Herzen liegt Regine Schlegelberger-Erfurth die Entwicklung der Imland-Klinik. Die Nahversorgung des ländlichen Raums ist ihr wichtig, und sie sagt: „Die Geburten- und Kinderstation sollen bleiben.“ Die Straßenausbaubeiträge für die Anlieger sollten ihrer Meinung nach abgeschafft werden. Dadurch würden auch die Gemeinden von Verwaltungsaufwand entlastet werden. „Der Finanzausgleich muss so strukturiert werden, dass genug Geld vor Ort ist“, sagt sie. Außerdem müsse der Ausbau der Infrastruktur professioneller werden – als Beispiel nennt sie die Probleme mit der Rader Hochbrücke.

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 Harro Burghold ist im Wahlkreis der Kandidat der Piratenpartei. Der Diplom-Ingenieur für Hochbau lebt in Glückstadt und ist dort Gemeindevertreter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Seine Motivation, sich politisch zu engagieren, erklärt der 72-Jährige so: „Es ist nicht deine Schuld, dass Politik so ist, wie sie ist! Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!“ Sein Wunsch ist Inklusion für alle Bürger unabhängig von Abstammung, Geschlecht, Weltanschauung, Muttersprache, Hautfarbe oder Alter. Die Piraten setzen sich unter anderem für regelmäßige Volksabstimmungen zu wichtigen Fragen des Landes ein, und ihr Thema ist der Datenschutz: Datensparsamkeit, Datenvermeidung, Zweckbindung und Erforderlichkeit sollen in den Vordergrund gestellt werden.

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 Der Südschleswigische Wählerverband (SSW) ist durch Hartmut Steins vertreten. Der 65-jährige Kaufmann aus Büdelsdorf ist verwitwet und hat zwei erwachsene Kinder. Hartmut Steins tritt zum dritten Mal bei der Landtagswahl an. Ihm liegt die Gleichbehandlung der dänischen Institutionen wie Kindertagesstätten, Schulen und Büchereien am Herzen. Außerdem wünscht er sich eine intensivere Zusammenarbeit mit Südjütland und nicht nur die Orientierung zur Metropolregion Hamburg. Weiter sagt Steins: „Der Schulfrieden soll gewahrt bleiben.“ Damit meint er, dass es nicht wieder eine Änderung in Sachen G8/G9 geben soll. Ein großer Wunsch von Hartmut Steins: „Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung.“

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 Stefan Karstens aus Kiel geht für Die Linke ins Rennen. Der selbstständige Webentwickler ist Mitglied im Landesvorstand der Partei und im Bundeskampagnenrat. Der 35-Jährige will sich der folgenden drei Themen besonders annehmen: Die Kinderbetreuung soll beitragsfrei werden. Insbesondere im Kreis Rendsburg-Eckernförde soll der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut werden. „Die Linienpläne müssen angepasst und die Fahrpreise gesenkt werden“, fordert Stefan Karstens. Außerdem will er, dass die Situation an den Berufsschulen verbessert wird. Konkret bedeutet das ein Azubi-Ticket, um kostenlos zur Schule zu kommen, und dass Berufsschullehrer genau so bezahlt werden wie Lehrer an allgemeinbildenden Schulen.

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 Für die Freien Wähler tritt im Wahlkreis Rendsburg-Ost Hans-Werner Last an. Er ist liiert und hat zwei erwachsene Kinder. Der 62-jährige Pensionär war Berufssoldat , lebt in Neuwittenbek und ist Mitglied im Kreistag. „Ich möchte auch Minderheitenmeinungen vertreten“, sagt Hans-Werner Last. In Sachen Windenergie setzt er sich dafür ein, dass die Bürgerentscheide akzeptiert werden sollen. Außerdem ist er für die 10-H-Regel: Demnach muss der Abstand eines Windrads von Wohnungen mindestens zehn Mal so weit sein, wie die Anlage hoch ist. Schließlich ist es Hans-Werner Last wichtig, dass die kleinen Gemeinden finanziell besser ausgestattet werden, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. 


mit seiner Lebensgefährti

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erstellt am 20.Apr.2017 | 17:00 Uhr

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