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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 13:37 Uhr

Boostedt : Das Publikum war aus dem Häuschen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Georg Schroeter, Marc Breitfelder, Tim Engel begeisterten im Hof Lübbe.

Boostedt | Blues und Boogie vom Feinsten: Einen großartigen Abend bescherte das Duo Georg Schroeter & Marc Breitfelder gemeinsam mit dem Schlagzeuger Tim Engel (Bordesholm) dem Boostedter Kultur- und Förderverein Hof Lübbe und seinen Gästen am Sonntag.

Vor 120 Besuchern lieferten die drei Ausnahmemusiker einen Auftritt ab, dem es weder an Originalität noch an schweißtreibendem Rhythmus fehlte. Belohnt wurde dies mit zunehmend euphorischem Applaus sowie begeisterten Rufen und Pfiffen. Mit ebenso gefühlvollem wie kraftvollem Klavierspiel und seiner unverwechselbaren Blues-Stimme wartete Georg Schroeter auf. Dabei verstand es der hervorragende Pianist, mit blitzenden Augen und rasantem Boogie-Woogie-Anschlag die Zuhörer binnen weniger Minuten für sich einzunehmen. Ebenfalls nicht entziehen konnte sich das Publikum der Faszination, die das außergewöhnliche, virtuose Mundharmonika-Spiel von Marc Breitfelder in sich trägt. Er beherrscht das „Mississippi-Saxophone“ in einer Perfektion, die seinesgleichen sucht. So nahm er die Zuhörer unter anderem mit auf eine musikalische „Reise um die Welt“, bei der er nicht nur einen Zug verblüffend realistisch wiedergab, sondern auch gleich noch die verschiedenen Aussichten auf der Strecke mitlieferte.

Und bei der amüsanten Eigenkomposition „Talk to me“ meinte man, durch Breitfelders Spiel das vorwurfsvolle Geplapper „Sprich mit mir Baby. Nenn mich beim Namen. Oder liebst du mich etwa nicht nicht mehr“ einer enttäuschten Dame schier zu hören.

Aufs Beste ergänzt wurde das kongeniale Zusammenspiel des vielfach preisgekrönten Blues-Duos von Tim Engel. Dieser glänzte zudem mit einem brillanten Schlagzeugsolo, das die Zuhörer den Atem anhalten ließen, bevor sie ihm geradezu frenetischen Beifall spendeten.

Der Applaus hielt nach dem offiziellen Ende des Konzertes so lange an, bis die Drei mit einer furiosen Fassung von „Amazing Grace“ dem Konzert schließlich einen bluesig-stimmungsvollen Schlusspunkt setzten.  

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