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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Boostedt : Das Publikum tobte bei der Schlacht um Worte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Danny Koch wurde der Sieger beim Poetry-Slam im voll besetzten Hof Lübbe.

Boostedt | Wer einen Poetry-Slam besucht, der kann sich auf ein funkelndes Feuerwerk der wohlgesetzten Worte gefasst machen: Dies bewies auch in der vierten Auflage der beliebte „Wettbewerb der Wortakrobaten“, zu dem der Boostedter Kultur- und Förderverein Hof Lübbe am Sonntagabend eingeladen hatte.

Vor 140 gespannten Zuschauern, also vor ausverkauftem Haus, stritten dieses Mal neun Kandidaten mit ihren selbst verfassten Texten und Gedichten um die Gunst des Publikums. Und die Besucher hingen den Autoren bei ihren Vorträgen denn auch geradezu an den Lippen, um ja kein Wort, keinen Satz oder gar eine Pointe zu verpassen.

Anschließend wurde via Applauspegel zunächst über den jeweiligen Sieger der drei Vorrunden entschieden. Leicht hatten es die Zuhörer dabei nicht, denn jeder Text hatte seine spezielle Qualität und jeder Vortrag seinen besonderen Charakter. Amüsante Geschichten, die zu spontanen Lachern animierten, gehörten dabei ebenso zum Repertoire der Kandidaten wie scharfsinnige Gedankenakrobatik und berührend formulierte Texte mit Gänsehauteffekt.

Außer Konkurrenz rezitierten zudem der Moderator und eingefleischte Poetry-Slammer Björn Högsdal sowie der Deutsche Poetry-Slam-Vizemeister aus dem Jahr 2013, Hinnerk Köhn (22, Eckernförde), aus ihren Publikationen.
Mit ihren Geschichten und Gedichten – und nur die sind bei einem Slam erlaubt – stellten sich Jan Windisch (21, Boostedt/Hamburg), Hille Norden (17, Kiel), Lennart Hamann (23, Hamburg), Mona Harry (24, Kiel), Danny Koch (26, Hamburg) Julia Krey (39, Neumünster), Michel Kühn (23, Kiel) Hannes Maaß (20, Hamburg) und Victoria Helene Bergemann (18, Reinbek) der Herausforderung, nach je sechs Minuten Redezeit den längsten und lautstärksten Beifall für sich zu verbuchen.

Eine besonders schwere Entscheidung hatten die Besucher schließlich in der Endrunde zwischen Victoria Helene Bergemann, Lennart Hamann und Danny Koch zu treffen. Letztlich kürte das Publikum den gebürtigen Chemnitzer Danny Koch zum Sieger des Abends. Doch der frenetische Schlussapplaus bewies, dass das Publikum alle Teilnehmer ins Herz geschlossen hatte.

„Jeder Text ist einem irgendwie ins Hirn, aber auch ans Herz und in den Bauch gefahren. Das war ein großartiger Abend, den ich nicht missen möchte“, lautete unter anderem das begeisterte Urteil von Ursula Wagner (39) aus Wahlstedt, die das erste Mal (aber bestimmt nicht das letzte Mal) einen Poetry-Slam besuchte.  



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