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Holsteinischer Courier

26. September 2016 | 09:02 Uhr

Krogredder : Das Miniwunderland von Gadeland

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Thomas Scholtz hat hinter seinem Haus einen Kindheitstraum verwirklicht / Auf 90 Quadratmetern fahren sieben Züge

Neumünster | Indianer liefern sich einen heißen Kampf mit Cowboys, ein paar Meter weiter düst der ICE an Urlaubern im Campingwagen vorbei, während auf der anderen Seite von der Kirche und dem Teich hinter einem Steinwall die alte Dampflok durch den gut besuchten Jahrmarkt tuckert. Wer in den Garten von Thomas Scholtz am Krogredder in Gadeland kommt, hat viel zu staunen. Auf über 90 Quadratmetern hat der Brief- und Tageszeitungszusteller mit viel Herzblut ein Miniwunderland erschaffen.

Bereits im Alter von zwei Jahren entdeckte der heute 52-Jährige die Liebe zum Modellbau. „Meine Eltern erzählten immer, dass ich damals im Urlaub im Harz solange an einem Schaufenster mit einer Holzeisenbahn quengelte, bis ich sie schließlich bekommen habe“, sagt er schmunzelnd. Seit über 40 Jahren ist das nun schon sein Hobby.

Als er vor neun Jahren nach Gadeland zog, verwirklichte er sich einen Kindheitstraum. „Einer meiner Onkel hatte auch eine Gartenbahn. Das fand ich immer schon toll.“ Im hinteren Bereich seines rund 1400 Quadratmeter großen Anwesens begann er, mit Feldsteinen, einem Teich, Büschen und Pflanzen eine Landschaft zu formen. Dazwischen platzierte er nicht nur die Gleise für die Modellbahnen der Spur G, sondern vor allem mit Playmobil auch liebevoll gestaltete Themenbereiche. „Irgendwann wurden mir die Wege von der Werkstatt zur Anlage dann zu weit, deshalb habe ich sie nun gleich hinterm Haus aufgebaut“, sagt er. Sieben Züge mit insgesamt 33 Waggons kann er mittlerweile auf dort fahren lassen – ein imposanter Anblick.

Auf Flohmärkten lässt sich der Hobbybastler immer wieder inspirieren, dort versorgt er sich auch mit Ersatzteilen und neuen Modellen. Rund 20  000 Euro habe er dennoch bereits investiert, schätzt Thomas Scholtz. Hinzu kommen unzählige Arbeitsstunden. „Doch das alles macht mir so viel Freude, gerade das Puzzeln ist ja auch der Reiz. Bis ich 60 bin, mache ich auf jeden Fall weiter“, sagt er und hat auch schon viele Ideen – und Platz für eine Erweiterung ist ebenfalls vorhanden.

Seine neusten Bereiche sind ein Wochenmarkt und ein Zirkus. Einen Tunnel will er ebenfalls bauen. Und dann im kommenden Jahr nach und nach die Häuser und Straßen mit kleinen Lampen ausstatten, so dass sie auch im Dunkeln beleuchtet werden können. Die Ideen holt sich Thomas Scholtz auch im Miniaturland in Hamburg. Sein größter Traum wäre es, eine sogenannte „Big Boy“-Bahn aus Amerika auf der Anlage fahren zu lassen. Die kostet allerdings auch stolze 7500 Euro.

Ehefrau Angela unterstützt ihren Mann übrigens bei dem Hobby. Auch sie sitzt gerne mal auf der Gartenbank und schaut dem Treiben im Gadelander Miniwunderland zu. „Und wenn mal Kinder kommen und gucken wollen, dann ist das auch gar kein Problem“, sagt Thomas Scholtz und setzt den kleinen Trecker vor die Wochenmarktstände.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 11:00 Uhr

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