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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Böcklersiedlung : Das DRK will eine neue Tagesklinik bauen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Großprojekt ist an der Pastor-Rösner-Straße geplant.

Neumünster | Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes will von der Stadt ein rund 7500 Quadratmeter großes Grundstück an der Pastor-Rösner-Straße südlich der Legienstraße in der Böcklersiedlung kaufen, um dort eine psychiatrische Tagesklinik, eine Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderung und eine Sozialstation der ambulanten Pflege zu bauen. „Wir sind optimistisch, dass das bald klappt“, sagt DRK-Vorstand Sven Lorenz.

Hintergrund: Die DRK-Tagesklinik an der Parkstraße platzt mit ihren 34 Plätzen aus allen Nähten, ein Anbau ist nicht möglich. „Diese Platzzahl ist nicht ausreichend und liegt im Vergleich zur Einwohnerzahl auch deutlich unter anderen Kreisen. Daher soll das DRK im Auftrag des Sozialministeriums eine Erweiterung um 24 Plätze planen“, so Lorenz. Auch die neue Einrichtung in der Böcklersiedlung ist für die Therapie von Menschen mit psychischen Erkrankungen, die keine vollstationäre Behandlung benötigen. Sie soll 70 Prozent des Gebäudes belegen.

Weitere 20 Prozent sind für die Tagesförderstätte für Menschen mit Behinderungen vorgesehen. Sie soll zunächst zwölf Plätze mit pflegerischem Bereich umfassen, optional erweiterbar auf 18 Plätze.

Schließlich soll die psychiatrische ambulante Pflege der Klinik Hahnknüll eine Außenstelle erhalten. „Einige Patienten leben im mittleren Teil von Neumünster. Um die Anfahrtswege zu verkürzen, die häusliche Versorgung und Pflege von hilfebedürftigen oder älteren Menschen zu optimieren sowie weitere Bedarfe zu bedienen, soll die Sozialstation eingerichtet werden“, sagt Sven Lorenz. Allerdings: „Dass wir diesen Teil der Planungen aber schon im kommenden Jahr realisieren, ist eher unwahrscheinlich.“

Damit überhaupt gebaut werden kann, ist zunächst eine Ergänzung des Bebauungsplanes erforderlich. Es werde der sogenannte „Grundsatz der bevorzugten Innenentwicklung“ entsprochen. Das heißt, das beschleunigte Aufstellungsverfahren ist möglich, sagt Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Der Standort sei aufgrund seiner zentralen Lage gut geeignet für diese Einrichtungen. Eingriffe in die Natur und Landschaft benötigten keinen Ausgleich, stellt der OB fest.

Geplant ist ist ein erweiterbares Gebäude im östlichen beziehungsweise südöstlichen Grundstücksbereich mit zwei bis zweieinhalb Geschossen. Insgesamt sieht das Planungsbüro zwei Zufahrten zu dem Grundstück vor. „Das ist erstmal ein Entwurf. Wir wollen unsere Erfahrungen aus der bestehenden Tagesklinik nutzen. Das neue Gebäude könnte insgesamt so ähnlich strukturiert sein wie an der Parkstraße“, sagt Sven Lorenz.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 15:00 Uhr

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