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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 02:59 Uhr

Bordesholm : Das Badeverbot im See gilt weiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Amt kontrolliert die Badestelle jeden Tag.

Bordesholm | Das Wetter wird besser, doch im Bordesholmer See darf immer noch nicht gebadet werden. Es ist diese Woche erneut ein dichter Blaualgenfilm festgestellt worden.

Bereits am 9. August war ein Badeverbot ausgesprochen worden, das am 11. August kurz aufgehoben werden konnte. Doch seit Freitag, 12. August, besteht jetzt durchgehend Badeverbot (der Courier berichtete). Das Wasser wird jeden Tag von Mitarbeitern des Amtes Bordesholm kontrolliert, das heißt sie sehen sich den See an und machen auch Fotos. Jeder Tag wird dokumentiert. Die Ergebnisse werden an den Kreis Rendsburg-Eckernförde geschickt. Der Blaualgenbefall äußert sich als grün-türkisfarbene Schlieren auf dem Wasser. Am Ufer kann sich Schaum bilden. Zudem geht der Befall mit einer starken Trübung einher. „Wenn man seine Füße im knietiefen Wasser nicht mehr sehen kann, sollte man nicht schwimmen gehen“, sagt Tim Reimer vom Bordesholmer Ordnungsamt.

Blaualgen können giftig sein. Bei Berührungen können Hautreizungen auftreten, auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind möglich. Wer mit Blaualgen in Kontakt gekommen ist, sollte sich gründlich abduschen. Ärztliche Behandlung wird nötig, wenn befallenes Wasser verschluckt wurde und Übelkeit auftritt. Besonders gefährdet sind bereits geschwächte Menschen und Kinder. Sie sollten auch nicht am Ufer spielen. Auch Haustiere sollten das Wasser meiden.

Proben werden vom Amt Bordesholm nicht entnommen, dafür ist das Gesundheitsamt des Kreises Rendsburg-Eckernförde zuständig. Fünf Mal pro Saison werden an allen Badestellen Proben entnommen, um die Badewasserqualität zu ermitteln. Am kommenden Montag, 22. August, ist es am Bordesholmer See wieder so weit. „Das Wasser wird dann auf Indikatorkeime untersucht“, erklärt Wolfgang Tismer vom Gesundheitsamt des Kreises. Die Ergebnisse können über die Seite des Kreises abgerufen werden: www.kreis-rendsburg-eckernfoerde.de, dann Wirtschaft-Tourismus und auf den Unterpunkt Badestellen klicken.

Wann das Badeverbot im
Bordesholmer See wieder aufgehoben werden könnte, ist völlig unklar. „Da kann ich keine Prognose abgeben“, sagt Tim Reimer. Und so werden Mitarbeiter des Amtes Bordesholm den See Tag für Tag weiter in Augenschein nehmen.  

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erstellt am 17.Aug.2016 | 08:30 Uhr

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