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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 20:49 Uhr

Frühjahrskonzert : Das Akkordeon steht hoch im Kurs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Akkordeonorchester glänzte mit musikalischer Vielfalt und großer Spielfreude

Neumünster | Die Fangemeinde des Akkordeonorchesters Neumünster und das Interesse an seiner Musik sind enorm. Zum Frühjahrskonzert in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche war am Sonntag weder in der Kirche noch im Gemeindesaal ein freier Stuhl zu finden. Mehr als 250 Gäste, meist ältere Semester, lauschten einem abwechslungsreichen und mit viel Engagement vorgetragenen Konzert.

Es war bemerkenswert, wie den 13 Musikern unter der Leitung von Norman Röhl der teils drastische Wechsel der Stilrichtungen sicher gelang: vom Tango „Melodia en la menor“ zum langsamen Marsch „Der alte Dessauer“, von der „Tritsch-Tratsch-Polka“ zu Musicalmelodien aus „Phantom der Oper“ und weiter zum flotten „Tanzenden Finger im Zirkus Renz“. Die Zuhörer waren beeindruckt und sparten nicht mit Applaus. Beim Tanzenden Finger kam sogar rhythmischer Beifall auf.

Natürlich war zu Beginn des Konzertes das Orchester-Highlight zu hören, die Ouvertüre zu „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé. Für diesen gekonnten Vortrag bekam das Orchester erste Bravo-Rufe.

Mit Alexander Albiez vom Marinemusikkorps Kiel hatte das Orchester einen Solisten dabei, der mit seiner Trompete dem „alten Dessauer“ die richtige Würze eines preußischen Marsches gab. Bei „Fly me to the moon“ trat Norman Röhl als Gesangssolist in Gedenken an Roger Cicero auf. Der hatte diese klassische Melodie, an der sich viele Größen der Musikgeschichte wie beispielsweise Frank Sinatra oder Ella Fitzgerald versuchten, auf Deutsch gesungen.

Interessant und informativ war für die Zuhörer, dass Röhl vor und zu jeder Musik ein Stück Entstehungsgeschichte oder auch einfach nur eine lustige Episode erzählte. Es war ein gelungenes Konzert, bei dem die musikalische Vielfalt des Akkordeons im Team gekonnt und mit viel Spielfreude gehandhabt wurde. Lang anhaltender Beifall war die Belohnung.

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