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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 19:40 Uhr

THW-Bundeslager : Cocktails, Holzbau und Funksprüche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Workshop-Programm mit über 100 Veranstaltungen für die THW-Helfer ist abwechslungsreich und bunt – Langeweile kommt da nicht auf

Neumünster | Treiblade, Streichbalken, Strebstütze und Knagge sind für Karim (12) aus Offenbach, Sebastian (17) aus Bad Segeberg und 28 weitere Jugendliche des Technischen Hilfswerks (THW) seit gestern keine Fremdworte mehr. Sorgfältig und unter Anleitung von Frank Blockhaus vom Ortsverband Hückelhoven (NRW) bauten sie an einer Außenwand der Gemeinschaftsschule Brachenfeld eine Gebäudestütze, die im Notfall bei einsturzgefährdeten Häusern eingesetzt wird. Das ist allerdings nur einer von über 100 Workshops beim THW-Bundeslager.

Die Palette der Angebote für die 10- bis 17-Jährigen ist breit und bunt. Von Modellbau über eine Cocktail-Safari, die Gestaltung der Lagerfahne bis hin zu Wanduhren bemalen und Badekugeln herstellen reicht das Spaß-Programm. Doch auch wer etwas für die Helfer-Ausbildung lernen will, kommt bei weitem nicht zu kurz. „Die Jugendlichen können hier ihren Erste-Hilfe-Schein genauso machen wie die Vorbereitung für die Grundausbildung“, erklärte Dirk Schröder, stellvertretender Landesjugendleiter aus Mecklenburg-Vorpommern, der gestern die sieben Workshops auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule koordinierte. Neben dem „Abstützsystem Holz“ wurde Strom für Lichtmasten und eine Pumpe mithilfe tragbarer Stromerzeuger erzeugt, die Rettung einer Person aus größeren Höhen geprobt und ein Mastkran als Rettungsmittel für Menschen und Lasten zum Beispiel über einer Steilküste, Kaimauer oder Grubenkante gebaut. In einem der Klassenräume übten Louis (12) und Keno (12) aus Dillenburg in Hessen und Maurice (14) aus Pfungstadt unter Anleitung von Toni Pitzner Knoten, Stiche und Bunde auf einem eigens angefertigten Knotenbrett. „Die gehören zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten beim THW und zum absoluten Grundwissen“, erklärte Toni Pitzner vom Ortsverband aus Stralsund.

Die Ortsgruppe Braunschweig bot unterdessen gemeinsam mit der Fachgruppe vom Ortsverband Neumünster gestern einen ganz besonderen Lehrgang an: „Feldtelefonie leicht gemacht“. Dazu verlegten die Teilnehmer kurzerhand über den Sportplatz ein eigenes Telefonnetz mit drei Feldtelefonen an drei verschiedenen Ecken. Über eine historische Vermittlungsstation nahmen sie dann Kontakt auf. „Ziel der Feldkabeltechnik ist es, schnell und behelfsmäßig das bestehende Funknetz zu ergänzen oder temporär abzulösen, wenn bei großen Einsätzen wie zum Beispiel Hochwasser das bestehende Netz überlastet oder unbrauchbar ist“, erklärte Dirk Schröder.

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erstellt am 09.Aug.2016 | 08:45 Uhr

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