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Holsteinischer Courier

24. März 2017 | 23:04 Uhr

Alfa-Partei : CDU soll den Ratsherrn Refik Mor ausschließen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Generalsekretär der neuen Partei wettert gegen Aussagen des türkischstämmigen Ratsherrn

Neumünster | Der Generalsekretär der Partei „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa), Jürgen Joost aus Neumünster, hat sich kritisch zu dem CDU-Ratsherrn Refik Mor geäußert. „Es ist vollkommen richtig, dass die CDU versucht, ihn aus der Partei auszuschließen“, teilte Joost in einer Presseerklärung mit.

Auf einer Veranstaltung seiner Partei in Neumünster hatte Joost sich auch kritisch zu „Säuberungsaktionen in der Türkei“ nach dem gescheiterten Militärputsch und der Einschätzung der Bundesregierung gesprochen, dass die Türkei mit terroristischen Gruppen wie der Hamas zusammenarbeite. „Stand heute kann man die Türkei kaum als Rechtsstaat, stattdessen als sehr nahe am Willkürstaat bezeichnen“, so Joost.

Es bestünden „Verflechtungen der Erdogan-Partei AKP in die deutsche Politik und inakzeptable Versuche der Einflussnahme“. Auch die CDU sei dabei ein Ziel. Dies sei unter anderem durch Äußerungen von Refik Mor gegenüber dem Courier offenbart worden. Dabei habe er die Politik des türkischen Präsidenten einschließlich der Säuberungsaktionen verteidigt und offen für Erdogan Partei ergriffen. Mor habe sich in seinem Übereifer pro Erdogan selbst enttarnt, andere seien da vermutlich geschickter. Joost: „Wer einem islamisch geprägten Autokraten wie Erdogan zujubelt, der folgt nicht dem deutschen Wertesystem.“

Jürgen Joost war bis vor wenigen Jahren selbst noch CDU-Mitglied. Er wandte sich dann der Alternative für Deutschland (AFD) zu, später der Alfa. Er ist auch Landesvorsitzender der neuen Partei, die sich von der AFD abgespalten hatte.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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