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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 01:22 Uhr

Wahlkampf : CDU: Frauen aus Neumünster sind nur Außenseiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Plöner Werner Kalinka geht als Favorit in die Bundestagskandidatur.

Neumünster | Nachdem sich der CDU-Kreisvorstand am vergangenen Mittwoch einhellig für eine Bundestagskandidatur ihres Kreisvorsitzenden Werner Kalinka ausgesprochen hat, rückt das den 64-jährigen Dobersdorfer in die Favoritenrolle. Die beiden Neumünsteraner Bewerberinnen Melanie Bernstein (39) und Babett Schwede-Oldehus (54) gehen bei der CDU-Wahlkreismitgliederversammlung am 14. Oktober in Raisdorf als Außenseiter ins Rennen.

Der Wahlkreis 6 umfasst neben Neumünster den Kreis Plön und Teile des Kreises Segeberg. Der Plöner CDU-Kreisverband ist mit etwa 1300 Mitgliedern deutlich stärker als Neumünster mit seinen 315 Mitgliedern, rechnet Neumünsters Kreisvorsitzender Wolf Rüdiger Fehrs vor. Im Segeberger Bereich des Wahlkreises rechnet er mit etwa 200 CDU-Mitgliedern.

Dass Werner Kalinka, der im Wahlkreis Plön-Nord bereits als Kandidat für die Landtagswahl 2017 nominiert ist, nun auch seinen Hut in den Ring geworfen hat, um Nachfolger von Dr. Philipp Murmann im Bundestag zu werden, ist für Fehrs keine Überraschung. „Es wäre im Gegenteil erstaunlich, wenn der Kreisverband Plön keinen eigenen Kandidaten aufgestellt hätte“, so Fehrs. Dass Kalinka gleich im ersten Wahlgang den Durchmarsch schafft, ist für Neumünsters stellvertretende CDU-Vorsitzende Babett Schwede-Oldehus längst nicht ausgemacht. „Ich gehe als freie Bewerberin in dieses Rennen und habe den Kreisvorsitzenden Gero Storjohann in Segeberg und Werner Kalinka in Plön das Gespräch angeboten“, sagt sie. „In Neumünster kennt man mich, in Boostedt auch, und auch in Plön war ich schon fleißig“, sagt sie und betont: „Ich bewerbe mich als freie Alternative, nicht gegen Plön.“ Es gehe darum, den Wahlkreis zu gewinnen. Schwede-Oldehus: „Da muss man hier schon verankert sein. Zwölf Jahre kommunalpolitische Arbeit in Neumünster sind eine gute Grundlage, um den Wahlkreis in Berlin zu vertreten.“

Auch Melanie Bernstein, CDU-Kreisgeschäftsführerin in Neumünster und Murmanns Wahlkreismitarbeiterin, gibt sich kämpferisch. „Für mich sind die Zeiten des Postengeschachers in Hinterzimmern vorbei“, sagt sie und ergänzt: „Ich trete auch an für einen fairen und offenen Umgang miteinander.“ Sie werde bis zur Wahlkreis-Mitgliederversammlung um Stimmen für sich werben und habe bisher schon „sehr, sehr guten Zuspruch, auch aus Plön“. Sie wolle keine Lager innerhalb der CDU, sondern als Kandidatin den Wahlkreis für die CDU gewinnen. Melanie Bernstein wohnt in Wahlstedt, sieht das aber nicht als Nachteil. „Mein Lebensmittelpunkt ist der Wahlkreis, auch wenn ich ein paar Meter hinter der Grenze wohne“, sagt sie.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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