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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 01:03 Uhr

Einsatz mit der Polizei : Bundestagsabgeordnete auf Streife

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dr. Birgit Malecha-Nissen war einen Tag lang mit den Beamten des 1. Polizeireviers an der Altonaer Straße im Einsatz.

Neumünster | Die Beamten des 1. Polizeireviers an der Altonaer Straße hatten am Dienstag einen besonderen Gast in ihren Reihen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Malecha-Nissen hatte sich zu einem Praxistag angemeldet, um die Polizisten einen Tag lang bei ihrer Arbeit zu begleiten. Gemeinsam mit Polizeioberkommissar Ralf Lüthje und Polizeiobermeisterin Kristin Scheel war sie bei einer Tagschicht im Streifenwagen dabei.

Bei ihrer Schicht erlebte Birgit Malecha-Nissen Personalüberprüfungen, zwei Warendiebstähle von Minderjährigen und den Transport einer alkoholisierten hilflosen Personen nach Kiel. „Ich bin beeindruckt von der Professionalität der Frauen und Männer“, sagte Birgit Malecha-Nissen im Anschluss. „Es sind nicht nur Einsätze, die die Kollegen fahren, sondern sie zeigen auch ständig Präsenz“, fügte die Politikerin hinzu, die für den Wahlkreis Plön/Neumünster/Amt Boostedt-Rickling im Bundestag sitzt.

Beeindruckt habe sie auch die umfangreiche Ausstattung der Fahrzeuge sowie die persönliche Ausrüstung der Polizisten“, sagte Birgit Malecha-Nissen. Gerade die neue Generation Schutzwesten – obwohl ein bis zwei Kilo schwerer – sei wesentlich sicherer und besser zu handhaben, da Ausrüstungsgegenstände wie Funkgerät, Sprachgarnitur und Fesseln „jetzt mehr auf die Schultern verteilt sind“, wie Polizeihauptmeister Peter Kuhlmann bestätigte. Während der Einsatzzeit tragen die Beamten acht bis zehn Kilogramm an Ausrüstung mit sich. Damit seien sie „insgesamt zufrieden“, ebenso mit dem Arbeitsklima im Revier. „Viele Kollegen nehmen weite Anfahrtswege in Kauf, um hier zu arbeiten“, sagte Kuhlmann.

Im Tagesverlauf und im anschließenden Pressegespräch, an dem auch die SPD-Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber teilnahm, standen Fragen und Probleme wie der Erweiterungsbau an der Altonaer Straße (der Courier berichtete), Überstunden – vor allem durch Sondereinsätze – und die Frage des Respekts in der Öffentlichkeit auf der Tagesordnung. „Wir sind diejenigen, die endgültige Grenzen setzen in bestimmten Situationen, deshalb bekommen wir das ab“, sagte Dienstgruppenleiter Mario Biegemann. Es sei aber ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die massenhaften Überstunden nach den Einsätzen für die Flüchtlinge seien „weitestgehend abgebaut“, versicherte der Polizeibeamte.

Ebenso sei das Landtagskonzept für mehr Polizisten an der Basis „leicht spürbar“. Kirsten Eickhoff-Weber bestätigte: „Neumünster bekommt mehr Stellen.“ Froh seien alle im Revier, dass der Erweiterungsbau im September dieses Jahres mit sechs Gewahrsamszellen, fertig sein soll. Damit fielen die Transporte von festgenommen Personen nach Kiel und Rendsburg weg. „Allein das erspart viel Arbeit und Stress“, so der Dienstgruppenleiter.


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