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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Angelicus-Ensemble : Bulgarische Sänger mit viel Gefühl

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 80 Gäste hörten beim Konzert des Angelicus-Ensembles in der Kirche St. Maria-St. Vicelin Jahrhunderte alte Meisterwerke.

Neumünster | Auch in diesem Jahr gastierte das bulgarische Angelicus-Ensemble wieder in der Kirche St. Maria-St. Vicelin. Gut 80 Gäste erlebten am Freitagabend Jahrhunderte alte Meisterwerke aus dem 10. bis 13. Jahrhundert in ihrer Urtümlichkeit, ihrer Erhabenheit und auch Einfachheit.

Dieser Musik haftet irgendetwas Mystisches an, das immer wieder beeindruckt, wenn es so gekonnt vorgetragen wird. Die fünf professionell ausgebildeten Sänger Bogomil Spirov, Serop Jozgatlan, Borislav Valchanov, Svetlozar Galabov (Leiter) und Vasil Igov füllten mit ihren Stimmen die Kirche voll aus. Dabei reichten die Stimmlagen vom hell tönenden Knabenchor bis zu dröhnenden Kirchenglocken. Dabei ließen sie besonders ihre Bässe in einer einfühlsamen Art nachklingen, dass die Zuhörer den Atem anhielten.

Das Repertoire reichte vom altbulgarischen „Kyrie Eleison“, einem Marien-Hymnus über byzantinische Orthodox-Sakralgesänge bis zu griechischen Vokalstücken und russischen Chorälen meist von unbekannten Komponisten.

Nach der Pause ging die kirchenmusikalische Zeitreise zu russischen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts sowie des russischen Barocks bis zu bulgarischen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts. So hörten die Gäste auch „Gelobt seiest du oh Herr“ von Peter Tschaikowski. Mit dem weltbekannten Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Dmitri Bortnjansky schufen die Sänger einen Höhepunkt, bei dem sich Gänsehautgefühl einstellte.

Im zweiten Teil konnten sich die Sänger als Solisten präsentieren und erhielten viel Beifall. Sehr hilfreich war es für die meisten Gäste, dass Titel und Inhalt der Lieder in deutscher Sprache auf eine Leinwand projiziert wurden.

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