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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 15:40 Uhr

Neumünstrum : Bürgermeister tritt vor Wasserschlacht zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Khaled Nommi kündigte gestern nach Protesten seinen Abgang an. Die Feuerwehr sorgte für eine beliebte Abkühlung.

Neumünster | „Hiermit trete ich mit sofortiger Wirkung zurück. Ich tue dies freiwillig.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich gestern Nachmittag nach nur zwei Tagen im Amt Neumünstrums Bürgermeister Khaled Nommi (14). Er reagierte damit auf den zunehmenden Widerstand gegen seine Amtsführung. Am Vormittag hatte es noch Proteste gegen ihn gegeben. Die Demonstranten warfen ihm vor, zu oft am Handy zu hängen und sich nicht ausreichend um die Belange der Bürger zu kümmern. Khaled kündigte gegenüber dem Courier gestern an, heute als Arbeitsloser den Tag zu verbringen.

Neue Bürgermeisterin ist nun die bisherige Erste Stadträtin Louisa Liebscher (14). Auf ihren Posten rückt die bisherige Zweite Stadträtin Mareinje Spiegel (11) nach. Neuer Zweiter Stadtrat ist Börge Voß (9), der am Wochenanfang bei der Bürgermeisterwahl die viertmeisten Stimmen erhielt. Neumünsters Stadtrat Oliver Dörflinger war beim Rücktritt und bei der neuen Amtseinführung mit dabei und gratulierte der Bürgermeisterin. Sie will sich nun verstärkt um das große Stadtfest am morgigen Sonnabend (siehe Infokasten) kümmern.

Als letzte Amtshandlung hatte Khaled zuvor die versprochene große Wasserschlacht angekündigt. Dazu verteilte das Rathaus am Nachmittag gegen eine geringe Gebühr Wasserpistolen und Wasserbomben. Die Geschäfte wurden geschlossen. Einwohner, die nicht teilnehmen wollten, mussten sich in den Freizeitpark zurückziehen. Die Freiwillige Feuerwehr Tungendorf-Stadt aus Neumünster rückte mit einem Löschfahrzeug und einem sogenannten Hybridschild an und spritzte zweimal 2400 Liter vor der Bühne in die Menge. Viele Einwohner nutzten das Spektakel, um ausgiebig zu toben.

Heute sollen in Neumünstrum noch ein Bahnhof und eine Bahnstrecke eingeweiht werden. Der Bau für beides lief gestern auf Hochtouren. „Leider haben wir noch keine Genehmigung aus Neumünster erhalten, sonst würden wir dort weiterbauen“, hieß es aus dem Baugewerbe. Das neu gebaute Labyrinth in der Stadt erfreute sich bereits großer Beliebtheit. Die Stadtverwaltung spendierte jedem Bürger bereits einmal freien Eintritt.

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erstellt am 05.Aug.2016 | 09:00 Uhr

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