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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 19:48 Uhr

Einbrüche : Bürger rüsten stärker auf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei gab Sicherheitstipps im Freesen-Center. Viele Hausbesitzer haben bereits vorgesorgt.

Neumünster | Sie sind der Albtraum eines jeden Hausbesitzers: Einbrecher, die sich gewaltsam Zugang zu den eigenen vier Wänden verschaffen. Besonders im Herbst, wenn schon früh am Nachmittag die Dämmerung einsetzt, haben die Diebe Hochkonjunktur. Die Polizei nimmt das zum Anlass, die Bürger verstärkt vor den Gefahren zu warnen. Wie man sich am besten vor Einbrechern schützen kann, verrieten Polizeioberkommissar Marco Rose und Polizeihauptkommissarin Irene Schulz gestern an einem Informationsstand im Foyer des Freesen-Centers.

Hans-Joachim Purrucker aus Molfsee interessierte sich besonders für die Fenster-Sicherungen: „Ich wohne im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses und möchte meine Fenster auf jeden Fall nachrüsten. Bisher ist glücklicherweise noch nichts passiert, aber ich bin viel unterwegs, von daher halte ich das für wichtig.“ Marco Rose informierte den 64-Jährigen ausführlich über Fenster mit einbruchshemmendem Beschlag und abschließbaren Griffen, die den Einbrechern das Leben schwerer machen. „Acht von zehn Einbrüchen geschehen durch die Terrassentür oder rückwärtige Fenster, daher sollten die besonders gesichert sein“, sagte er.

Auch Karin Tesch aus Faldera folgte den Erklärungen des Polizisten mit großem Interesse. „Vor Kurzem wurde bei mir in der Nachbarschaft eingebrochen. Ich habe zwar bereits neue Fenster einbauen lassen, aber die Leute werden einfach immer dreister. Daher guckt man lieber drei Mal hin, was sich noch verbessern lässt“, sagte die 59-Jährige.

Elke Schneider aus Wasbek hat bereits eine Menge getan, um ihr Haus einbruchssicher zu machen. „Wir haben komplett neue Fenster mit Alarmfunktion einbauen lassen. Seitdem fühle ich mich deutlich sicherer“, sagte die 73-Jährige, die in den 1980er-Jahren nur knapp einem Einbruch entgangen ist: „Als wir im Urlaub waren, haben drei junge Frauen unsere Terrassentür mit Steinen eingeworfen. Als unser Nachbar zum Blumengießen herübergehen wollte, sind sie geflüchtet. Die Angst ist seitdem nie ganz weggegangen.“

Marco Rose ist froh, dass das Thema immer stärker in das Bewusstsein der Bürger rückt. „Es wird inzwischen deutlich besser nachgerüstet. Die Zahl der versuchten Einbrüche steigt, da die Einbrecher aufgrund der guten Sicherungssysteme nicht ins Haus kommen.“

Doch nicht nur neue Fenster oder Türen helfen dabei, Einbrecher fern zu halten. „Grundsätzlich ist es immer wichtig, das Haus bewohnt aussehen zu lassen, besonders dann, wenn man im Urlaub ist. Dabei helfen beispielsweise Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder. Auch der Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden“, sagte Marco Rose und wies noch einmal darauf hin, dass Einbrecher nur selten in der Nacht im Einsatz seien: „Größtenteils kommen sie zwischen 17 und 22.30 Uhr, wenn wir alle bei der Arbeit oder beim Sport sind. Die Einbrecher haben gar kein Interesse daran, den Hausbewohner zu treffen, sondern wollen einfach nur schnell an Geld kommen.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 08:15 Uhr

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