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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 21:33 Uhr

Gericht : Brutale Schlägerei nach Club-Besuch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwei Brüder sollen einen 27-Jährigen vor dem Club Weitblick attackiert haben.

Neumünster | Wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung mussten sich gestern zwei Brüder (34 und 28) vor dem Amtsgericht verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, einen 27-Jährigen am 13. Juni 2015 bei einer Schlägerei körperlich misshandelt und verletzt zu haben.

Zu der Tat soll es gegen 4.30 Uhr in unmittelbarer Nähe des Clubs Weitblick an der Plöner Straße gekommen sein. Die beiden Angeklagten waren laut eigener Aussage auf der Holstenköste unterwegs und hatten sich danach auf den Weg in den Club gemacht. „Plötzlich wurden wir von einem Unbekannten überholt, der uns auf Russisch ansprach. Er war uns gleich unsymphatisch“, sagte der 34-Jährige. Im Weitblick habe er den Mann auf der Tanzfläche wiedergetroffen: „Er hat mich geschubst und aufgefordert, mit vor die Tür zu kommen. Dort hat er mir sofort einen Schlag ins Gesicht verpasst und ist weggelaufen.“ Der Ex-Soldat folgte dem Unbekannten, und es kam zu einer Prügelei, bei der der 34-Jährige das Bewusstsein verlor und erst am nächsten Tag im Krankenhaus aufwachte. Die Diagnose: Schädel-Hirn-Trauma, Hämatome und Prellungen.

Sein Bruder berichtete, dass er den Club gegen 4 Uhr verlassen habe: „Draußen sah ich meinen Bruder am Boden liegen.“ Plötzlich habe er dann einen Schlag abbekommen. „Wer das war, habe ich nicht mitbekommen“, sagte er, gab aber an, direkt danach den 27-Jährigen neben sich gesehen zu haben. „Wir haben uns dann geprügelt, es ging wild hin und her“, sagte der 28-Jährige, der ebenfalls verletzt ins Krankenhaus kam.

Der 27-Jährige erzählte dagegen eine ganz andere Version der Geschichte. Er habe die beiden Männer im Club das erste Mal gesehen. Dort soll der 34-Jährige versucht haben, ihn zu schlagen. „Daraufhin habe ich den Club verlassen, aber er kam mir hinterher und wollte mich wieder schlagen. Ich habe daraufhin auch zugeschlagen. Dann kam sein Bruder, und ab dann wird es schwammig.“ Eine Zeugin will gesehen haben, dass einer der beiden Brüder dem 27-Jährigen gegen den Kopf trat.

Die Richterin entschied nach einem Rechtsgespräch, das Verfahren unter Auflagen einzustellen. Die Angeklagten müssen je 500 Euro an die Landeskasse zahlen. Berücksichtigt wurde dabei auch ihr positiver Werdegang und die Tatsache, dass beide bei dem Unfall erhebliche Verletzungen erlitten haben.

 

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erstellt am 08.Okt.2016 | 17:00 Uhr

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