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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Neue Kooperation : Bioabfälle landen künftig auch in Lübeck und Borgstedtfelde

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft in Neumünster hat sich für die Verwertung zwei Partner mit ins Boot geholt.

Neumünster | Die Kapazitäten sind erschöpft: Weil die Menge an Bioabfällen deutlich steigt, hat sich die SWN-Tochter Bio-Abfall-Verwertungsgesellschaft (BAV) in Neumünster für die Verwertung zwei Partner mit ins Boot geholt. Die BAV ist für die Bioabfälle aus Neumünster, dem Kreis Segeberg und einem Teil des Kreises Plön zuständig. Bei einer Ausschreibung setzten sich die Entsorgungsbetriebe Lübeck und die AWR Bio Energie durch. Gestern wurden in Wittorferfeld die Verträge unterzeichnet.

Hintergrund für die steigenden Mengen an Biomüll ist eine Regelung, die seit dem 1. Januar 2015 gilt. Sie besagt, dass die Bürger ihre Bioabfälle getrennt sammeln müssen. Bei der anschließenden Behandlung soll die in den Abfällen befindliche Bioenergie durch Vergärung und Biogasproduktion genutzt werden und aus den Gärresten ein Kompost produziert werden.

Die AWR Bio Energie nimmt in Borgstedtfelde bei Rendsburg bereits seit März 5000 Tonnen Bioabfall pro Jahr aus Neumünster auf. Weitere 5000 Tonnen gehen direkt aus den Sammelfahrzeugen des Wege-Zweckverbandes des Kreises Segeberg nach Lübeck. Eine gute Lösung, wie der Direktor der Entsorgungbetriebe Lübeck, Dr. Jan Verwey, feststellte: „Abfallwirtschaft ist sehr beweglich und nicht an Stadtgrenzen gebunden.“ Dennoch sei man froh, dass die Abfälle in der Region blieben, sagte Jens Kretschmer, BAV-Geschäftsführer und Verbandsvorsteher des Wegezweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg: „Den Müll etwa nach Portugal zu karren, wäre nicht im Sinne der Umwelt.“

Die Verträge laufen bis Ende 2020. Bis dahin müssen sich die Gesellschafter der BAV überlegen, ob eine eigene Bioabfallvergärungsanlage gebaut werden soll. „Die Genehmigung liegt bereits vor. „Aktuell lässt sich das aber wirtschaftlich nicht realisieren“, sagte Höppner.

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erstellt am 23.Apr.2016 | 16:00 Uhr

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