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Holsteinischer Courier

25. März 2017 | 12:44 Uhr

Strassenbauarbeiten : Baustelle teilt Wittorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vollsperrung der Altonaer Straße beschert Autofahrern, Radlern und Fußgängern lange Umwege

Neumünster | Seit gestern ist die Altonaer Straße wegen einer Fahrbahn-Erneuerung zwischen der Störbrücke und der Oderstraße voll gesperrt – und Wittorf damit quasi in zwei Teile zerschnitten. Egal, ob Autofahrer, Radler oder Fußgänger: Wer von West nach Ost oder Ost nach West wollte, musste wegen der Absperrungen lange Umwege in Kauf nehmen

Marlis Steinke kam nicht einmal zu Fuß von ihrer Wohnung im Krokamp zur Mühlenstraße, sondern musste an den Absperrungen entlang bis zur Störbrücke, um auf die andere Seite der Altonaer Straße wechseln zu können. „Für die Schulkinder, vor allem die Abc-Schützen, ist das ein ganz schön langer Weg“, sagte sie. Peter Schlemmer, der an der Mühlenstraße/Ecke Altonaer Straße einen Frühstücksservice betreibt, fühlte sich sogar an die alte innerdeutsche Grenze erinnert. „Neumünster ist hier geteilt wie zwischen BRD und DDR. Man kommt nicht mehr durch“, sagte er. Gegen die Bauarbeiten ist er nicht – „die Straße muss gemacht werden“. Er kritisiert aber das Baustellenmanagement der Stadt. Anders als andere Anlieger und Geschäftsleute sei er nicht von der Stadt informiert worden. „Ich hätte sonst meinen Urlaub verschoben“, sagte Schlemmer und schätzte seine Umsatzeinbuße auf 50 Prozent. „Ich habe schon meine Verkäuferin nach Hause geschickt, es ist nichts los.“

Ist Schlemmer zurzeit nur noch über die Mühlenstraße erreichbar, gilt das ähnlich für das Autohaus Lensch. Kunden kommen nur über die Gadelander Straße dorthin. Hier gab es laut Geschäftsführer Dr. Hartmut Joswig eine Abstimmung mit der Stadt. „Wir hoffen, dass die von der Stadt avisierte Bauzeit von einer Woche eingehalten wird“, so Joswig. Am Montagmorgen, 19. September, um 5 Uhr soll laut Stadt wieder freie Fahrt gelten. Auf den Vorschlag der Geschäftsleute, den Ochsenweg für die Bauzeit zu öffnen, sei die Stadt nicht eingegangen, so Joswig.

Viele ortskundige Fahrer nutzten diese neben dem Grünen Weg einzige Möglichkeit, um aus dem westlichen Wittorf zur Altonaer Straße zu gelangen. Dabei quälten sich auch größere Lkw durch die Wohnstraße – und etliche Fahrer fuhren auch entgegen der Einbahnstraßenrichtung. Ein ganz frecher Audi-Fahrer umkurvte sogar die Baufahrzeuge auf der Altonaer Straße und quetschte sich an der Störbrücke über den Gehweg an der Absperrung vorbei.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 08:30 Uhr

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