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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Olympia-Platz : Baupläne haben keine Mehrheit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Sportausschuss will Geld für den Kunstrasenplatz freigeben.

Neumünster | Das Vereinsgelände des MTSV Olympia am Forstweg wird wohl kein Bauland. SPD, Grüne und BFB votierten am Donnerstagabend im Schul-, Kultur- und Sportausschuss für einen SPD-Antrag. Darin heißt es, das Areal solle weiter als Sportfläche genutzt werden. Die CDU-Mitglieder enthielten sich, die FDP-Vertreterin stimmte dagegen.

„Es gibt Schulen in der Nähe des Platzes, die keine vernünftigen Sportanlagen haben, etwa die Elly-Heuss-Knapp-Schule an der Carlstraße. Die Schüler könnten also das Gelände nutzen“, sagte der Ausschussvorsitzende Bernd Delfs (SPD). Das Sportentwicklungskonzept sieht dagegen vor, dass die Stadt das Areal als Bauland erschließt, verkauft und so neben Einsparungen bei den Beihilfen zur Unterhaltung von Vereinssportanlagen zusätzlich Erlöse durch den Verkauf von Baugrundstücken erzielt.

Olympia würde an der Stettiner Straße bei der Freien Turnerschaft und beim Polizei-SV eine neue Heimat finden, so der Vorschlag. Aus den drei Vereinen könne durch Kooperation oder Fusion eine „neue leistungsstarke Einheit“ entstehen. Olympias Mitglieder hatten sich aber bereits mehrheitlich gegen die Pläne ausgesprochen. Endgültig entscheidet nun die Ratsversammlung.

Der beschlossene SPD-Antrag sieht zudem die Freigabe der Mittel für den Bau eines Kunstrasenplatzes und die Errichtung einer Flutlichtanlage im Städtischen Stadion vor. Diese waren von der Ratsversammlung zunächst mit einem Sperrvermerk versehen worden (der Courier berichtete). Der angedachte Rückbau eines Fußball-Rasenplatzes beim TS Einfeld soll nicht weiter verfolgt werden. „Wir nehmen einzelne Punkte aus dem Gesamtkonzept raus und missachten damit den Willen des Kreissportverbandes. Das geht nicht“, begründete Rita Stein (FDP) ihre Ablehnung.

Streit gab es zudem um einen Dringlichkeitsantrag der SPD zur Sanierung des Sanitärtraktes in der vom KSV betriebenen Jugendbegegnungsstätte Lensterstrand an der Ostsee. 315  000 Euro soll die Baumaßnahme kosten. Eine Bank hat hierfür einen Kredit in Aussicht gestellt, wenn entsprechende Sicherheiten vorliegen. „Wir müssen das Thema jetzt behandeln, weil das Angebot zeitlich befristet ist“, erklärte Delfs. Das sahen CDU und FDP aber anders und lehnten die Dringlichkeit ab.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 08:15 Uhr

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