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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 20:53 Uhr

Anscharkirche : Barocke Meisterwerke brachten die Gäste zum Schwärmen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ekaterina Koroktova und Thomas Walter boten ihren Gästen ein überzeugendes Konzert.

Neumünster | Ein Kirchenkonzert in fast privater Atmosphäre genossen am Sonntagabend die Besucher der Anscharkirche. Dass nur 17 Liebhaber geistlicher Barockmusik den Weg an die Christianstraße gefunden hatten, kann nur den vielen Veranstaltungen geschuldet sein, die Neumünster am letzten Wochenende zu bieten hatte. Am musikalischen Programm oder den beiden Künstlern lag es keinesfalls.

Ekaterina Koroktova und Thomas Walter boten ihren Gästen ein einstündiges Konzert, nach dessen Ende die Besucher ins Schwärmen kamen: „Wahnsinnsstimme und ein großartiges Zusammenspiel“, hieß es am Ausgang der Kirche. Eike und Hanna Oser, beide passionierte Chorsängerinnen, nahmen sogar die steile Treppe zur Orgelempore in Kauf, um sich persönlich bei den Interpreten zu bedanken.

„Meisterwerke der Barockmusik“ lautete der Titel des Konzertes, bei dem die Ausnahmesopranistin und der examinierte Kirchenmusiker und Organist Werke von Antonio Vivaldi, Giovanni Battista Pergolesi und Georg Friedrich Händel darboten. Die gebürtige Russin Ekaterina Koroktova lebt in Italien, Thomas Walther studierte Kirchenmusik in Lübeck und wohnt heute in Kiel.

Dass sich die beiden Musiker vor einem halben Jahr trafen, um gemeinsam zu konzertieren, ist André Schmechel zu verdanken. Der gebürtige Deutsche lebte lange Zeit in Kanada, wo er Konzerte für junge Ausnahmemusiker organisierte, um deren Karriere anzuschieben. Nun ist Schmechel in seine Heimat zurückgekehrt und fördert von hier aus junge, hochtalentierte Musiker. „Die Konkurrenz unter den Hochschulabsolventen ist riesig“, sagte der musikalische Leiter. Für so großartige Künstler wie Ekaterina Koroktova sei es wichtig, Bühnenerfahrung zu sammeln. „Da wir von ihrem Talent absolut überzeugt sind, haben wir sie in das Programm unserer „Young Classical Masters Series“ aufgenommen“, erklärte André Schmechel.

Die 24-Jährige kann sich nun ganz ihrem Gesangsstudium widmen, während sich ihr „Mentor“ um Auftrittsorte kümmert und begleitende Musiker organisiert. Mit Thomas Walther tat er einen echten Glücksgriff. Genau wie Ekaterina Koroktova liebt der Organist „die frische, kontrastreiche Herangehensweise an barocke Musik“, verriet er im Anschluss an das Konzert. „Wir müssen nicht lange diskutieren. Wir verstehen uns blind“.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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